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Agrobusiness - was ist das?

Das Erklärvideo der Stadt Nettetal bietet einen informativen Einblick. Schauen Sie mal rein, es lohnt sich:   https://www.youtube.com/watch?v=FM-itBkUR_4&feature=youtu.be


Zweite Vorsitzende von Agrobusiness Niederrhein jetzt Präsidentin des Landesverbands Gartenbau NRW

Der 22. Juni 2016 ist ein historisches Datum für den Gartenbau NRW, denn an diesem Tag sind die Landesverbände Gartenbau Rheinland und Westfalen-Lippe zum Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen verschmolzen. Die Interessen der Gärtner in NRW werden ab jetzt vom stärksten Gartenbauverband in Deutschland vertreten.

Einstimmig wählten die Delegierten aus beiden Landesteilen Eva Kähler-Theuerkauf aus Kempen, bisherige Präsidentin des Landesverbands Gartenbau Rheinland, zur Präsidentin des Gartenbauverbands für ganz NRW.

Eva Kähler-Theuerkauf ist zweite Vorsitzende von Agrobusiness Niederrhein e.V. Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin des Vereins, beglückwünschte Sie zu ihrem neuen Amt. „Wir wünschen Eva Kähler-Theuerkauf viel Erfolg für Ihre neue Aufgabe und freuen uns, dass Ihre Mitarbeit in unserem Vorstand zukünftig auch durch den Blick auf die Themen des Gartenbaues in ganz NRW geprägt sein wird.“

 

Dr. Anke Schirocki (rechts) wünscht Eva Kähler-Theuerkauf (links) viel Erfolg für Ihre Aufgabe als Präsidentin des Landesverbands Gartenbau NRW


Agrobusiness Niederrhein besucht mit seinen Mitgliedern die Hortivation

Neue Entwicklungen und innovative Projekte lassen sich die Mitglieder von Agrobusiness Niederrhein nicht entgehen und als ein innovatives Projekt sieht Agrobusiness Niederrhein die Hortivation. Die Hortivation ist eine Messe, die vom 13. bis 15. Juni neue Ideen für die Warenpräsentation zeigte und mit ihrer Lage mitten im Gartenbaugebiet Niederrhein in Kalkar Produzenten und Handel zusammenbringt. „Die Idee der Hortivation finden wir gut“, sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein. „Sie zieht die Aufmerksamkeit des Handel auf den Niederrhein und ist ein Instrument das zeigt, was diese Region zu bieten hat.“

Während eines Messerundgangs wurde den Mitgliedern von Agrobusiness neue Produkte und Konzepte vorgestellt. Darunter waren Übertöpfe mit lustigen Motiven zur Fußballeuropameisterschaft und Konzepte zur Kombination von Pflanzenproduktion und Fischzucht. Im Zentrum standen jedoch Verkaufskonzepte. Es wurden Pflanzen präsentiert, die von Bienen bevorzugt angefolgen werden oder einen besonderen Bezug zu traditionellen Gärten haben. Besonders beindruckt haben Konzepte zur Kräuterverwendung, bei denen die Kräuter nicht nur Genussmittel sind, sondern auch einen hohen Zierwert haben. Dazu gehörte auch die Kräuterpräsentation der Gebürder Cox aus Herongen. Mit ihrem Konzept „Schnauze voll“, gewannen sie den Innovationspreis des Verbands des Deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI). „Schnauze voll“ spricht sich klar gegen Verpackungen aus Kunststoff aus. Witzig, provokant und trendy aufbereitet sind die Kräuter nicht nur etwas für junge Menschen, sondern sprechen jeden an, der Kräuter mal ganz anders sehen möchte. Zu erwähnen bleibt, dass mit den Gebrüdern Cox ein Mitglied von Agrobusiness Niederrhein den Preis erhalten hat.

 

Die Mitglieder von Agrobusiness Niederrhein auf der Hortivation

 



Hans Gerd Cox und seine Tochter Danja sind die Gewinner des Innovationspreises des BGI



Fotos: Rainer Schimm, Messe Essen


Gelungener Start der Testaktion „Natürlich Niederrhein“... 

...im Gartencenter Schlößer (Moers) und im Gartencenter Pötschke (Schwerte). Eine Marke mit Herkunftsgarantie auch für Zierpflanzen! Regionale Produkte vom Niederrhein, das ist das Thema, wenn das Logo „Natürlich Niederrhein – Hier wächst was“ mit Gemüse, Kartoffeln oder Blumen und Pflanzen in Verbindung gebracht wird. Regionale Produkte von z.B. Obst und Gemüse sind bekannt, bei Zierpflanzen fehlt es häufig an regionalen Angeboten. Wenn der Kunde die Blumen nicht direkt beim Gärtner kauft, bekommt er meist keine Informationen über die Herkunft. Die höchste Dichte an Gärtnereien, die Zierpflanzen aufziehen, liegt jedoch am Niederrhein. Daher liegt es nahe, dass der Verbraucher am Niederrhein regional erzeugte Blumen und Pflanzen kauft. Nur woran erkennt er sie? „Darüber gibt das Logo „Natürlich Niederrhein“ Sicherheit“, sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein“, „nur Blumen und Pflanzen, die am Niederrhein gewachsen sind erhalten von Agrobusiness Niederrhein e.V. eine Lizenz mit der sie das Logo tragen dürfen.“
Nach erfolgreicher Zusammenarbeit der Mitglieder von Agrobusiness Niederrhein e.V.: der Landwirtschaftskammer NRW, GASA GROUP Germany, Gartencenter Schlößer und der Fontys International Business School Venlo rund um die Lizenzmarke „Natürlich Niederrhein“ im letzten Jahr, sollen in der aktuellen Aktion weitergehende Informationen zu den Wünschen der Kunden gewonnen werden.
„Im letzten Jahr haben wir festgestellt, dass der Verbraucher Zierpflanzen aus seiner Region schätzt“, sagt Dr. Schirocki. „In diesem Jahr gehen wir einen Schritt weiter und möchten prüfen ob es dem Kunden auch wichtig ist, bei WEM die Pflanzen gewachsen sind und ob die Kunden außerhalb des Niederrheins Pflanzen mit regionalem Bezug zum Niederrhein wünschen“, fügt sie hinzu.
Ab 20. Mai bis Mitte Juli werden im Gartencenter Schlößer in Moers und im Gartencenter Pötschke in Schwerte Stauden unter dem Logo „Natürlich Niederrhein – Hier wächst was“ angeboten.  Die Hochschule Fontys wird mit Unterstützungder Hochschule Rhein-Waal die Kunden nach Ihren Erwartungen hinsichtlich regionaler Zierpflanzen befragen.
 
Das Gartencenter Pötschke liegt in Schwerte. Die Kunden von Pötschke stammen nicht vom Niederrhein, sind aber noch in NRW beheimatet. Wie reagieren diese Kunden auf Zierpflanzen vom Niederrhein. Auch diese Frage wollen die Hochschulen beantworten.
Die Pflanzen stammen von Tobias Mund aus Kerken und Stefan van Issem aus Geldern. Beide Gärtner werben mit Ihrer Person in den Gartencentern für ihre Produkte. „Uns ist es wichtig, dass unsere Kunden Pflanzen in hoher Qualität erhalten. Dazu stehen wir“, sagt Tobias Mund und Stefan van Issem fügt hinzu, „das wollen wir dem Kunden auch persönlich vermitteln.“ Stefan van Issem freut sich, dass die Zusammenarbeit der Beteiligten so gut klappt. „Wir sind gespannt auf die Ergebnisse, denn wir erwarten Information, die uns helfen auf die Wünsche der Kunden noch besser einzugehen.“
 
Foto im Gartencenter Schlösser v.l.n.r. Thomas Schlößer - Gartencenter Schlößer GbR, Henning Janßen - Fontys International Business School, Venlo,  Daniel Köhli - GASA Group Germany GmbH, Tobias Mund - Gartenbaubetrieb Willi Mund, Kerken, Stefan van Issem - Gartenbaubetrieb van Issem, Geldern, Markus Baumgärtner, Landwirtschaftskammer NRW, Dr. Anke Schirocki, Agrobusiness Niederrhein e.V.                            
 


Foto Gartencenter Pötschke v.l.n.r. Martin Elspaß – GASA Group Germany GmbH, Dr. Anke Schirocki – Agrobusiness Niederrhein, Ralf Pötschke – Gartencenter Pötschke, Markus Baumgärtner – Landwirtschaftskammer NRW, Christian Pötschke – Gartencenter Pötschke
 
 

Unternehmertreff im RWZ Agrartechnik-Zentrum Geldern


Damit es läuft! - High Tech Service für eine nachhaltige Landwirtschaft
Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG ist als RWZ in der Region bekannt. Wie facettenreich sie wirklich ist, das haben die Mitglieder von Agrobusiness Niederrhein e.V. bei einem Besuch des RWZ Agrartechnik-Zentrums in Geldern erfahren. RWZ ist nicht nur eine Genossenschaft für Landwirte und Gärtner, mit ihren Märkten ist sie auch Ansprechpartner für den Gartenbesitzer. Dass der Lüllinger Bäcker ebenfalls zu RWZ-Gruppe gehört, löste bei den meisten Teilnehmern Überraschung aus.
Die Besucher von Agrobusiness Niederrhein durften hinter die Kulissen des Agrartechnik-Zentrums schauen. Was sie zu sehen bekamen war High-Tech und ein intelligentes Servicesystem für die Landwirtwirtschaft, das rund um die Uhr erreichbar ist.
„Die Traktoren, Bodenbearbeitungsgeräte und Erntemaschinen, wie die Mähdrescher, sind voller elektronischer Geräte“, sagt Johannes Pellander, Geschäftsführer der RWZ in Wachtendonk. „GPS-gesteuert nehmen z.B. Sensoren die Farbe der Pflanzen auf, werten sie aus und geben die Information an die Maschine weiter, so dass nur so viel Dünger ausgebracht wird, wie die Pflanze wirklich braucht.“ „So sieht eine nachhaltige Bewirtschaftung aus und die Entwicklung in diese Richtung geht immer weiter“, fügt Ralf Poschmann, Betriebsstellenleiter in Geldern, hinzu.
Das bedeutet, dass nicht nur die Mechanik die Einsatzfähigkeit der Geräte bestimmt, sondern auch die Elektronik und daher darf die Software auch nie hängen bleiben. Wenn der Landwirt erntet, darf die Maschine nicht still stehen. Der Erntezeitraum wird durch das Wetter und den Reifegrad eingeschränkt. Geht eine Maschine kaputt, rennt die Zeit und Hilfe muss schnell vor Ort sein. Die Mitarbeiter der RWZ sind daher vielfältig ausgebildet und stehen dem Landwirt im Notfall an 365 Tagen rund um die Uhr zur Verfügung. Ersatzteile erreichen die RWZ im Expressservice und hoch qualifizierte Mitarbeiter fahren mit dem Servicefahrzeug direkt auf den Acker.
„Es ist schon etwas anderes, wenn man einen Traktor von weitem auf dem Acker sieht oder vor ihm steht und ihn sogar besteigen darf“, sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein e.V. Sie freut sich, dass die Mitglieder von Agrobusiness Niederrhein e.V. neugierig genug waren und die Gelegenheit zu einem Besuch genutzt haben. Sie bedankt sich bei der RWZ, die als Mitglied von Agrobusiness Niederrhein e.V., die Türen nicht nur des Betriebes sondern auch der Traktoren und Erntegeräte für die Besucher geöffnet hat.
 
Foto: Die Mitglieder von Agrobusiness Niederrhein e.V. zu Besuch im RWZ Agrartechnikzentrum in Geldern.


Agrobusiness Niederrhein sucht...

...eine Innovationsmittlerin bzw. einen Innovationsmittler in Vollzeit
Ziel des Vereins Agrobusiness Niederrhein e.V. ist es, die Vernetzung von Unternehmen der Wertschöpfungskette Agrobusiness am Niederrein zu fördern. Für die nächsten drei Jahre sucht der Verein einen/eine Innovationsmittler/in, der/die den Kontakte zu den Unternehmen und Institutionen ausbaut und dabei den Forschungsbedarf und die Kompetenzen der Unternehmen ermittelt. Auf der Basis des dabei erworbenen Wissens vermittelt der/die Innovationsmittler/in Partner und bringt so Unternehmen und Institutionen für innovative Projekte zusammen. Zu den weiteren Aufgaben die Durchführung von fünf Fachveranstaltungen.
Darüber hinaus entwickelt er/sie das Konzept für zwei Datenbanken und füllt sie mit Inhalten. Die eine Datenbank ist das Agrobusiness-Wiki - „Virtuelles Haus des Wissens“, in dem sich die Unternehmen mit ihren Arbeitsgebieten eintragen können. Bei der zweiten Datenbank handelt es sich um eine Jobbörse für das Agrobusiness, dem „Marktplatz der Kompetenzen“. Der/die Innovationsmittler/in ist mit seiner/ihrer Aufgaben in die Arbeit der Geschäftsstelle des Vereins eingebunden.
Die Vollzeitstelle im Rahmen eines Projekts mit Dienstsitz in Straelen ist befristet auf drei Jahre.  Der Vertragsabschluss erfolgt unter Voraussetzung der Bewilligung durch den Fördermittelgeber. Eine Stellenbesetzung ist ab August 2016 vorgesehen. 

Eine ausführliche Stellenbeschreibung finden Sie auf dieser Homepage unter:

-> Downloads 

 


Neues Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein

 
Als neues Mitglied begrüßen wir die Kanzlei HSP STEUER Bissels & Partner Steuerberater. Die Kanzlei hat ihren Sitz in Goch und berät Unternehmen verschiedener Branchen und Rechtsformen – insbesondere Handwerksbetriebe, Freiberufler und Landwirte. Weiterführende Informationen erhalten Sie im Internet unter www.hsp-steuer.de/goch


Johannes Giesen aus der Vorstandsarbeit von Agrobusiness Niederrhein verabschiedet

Der Vorstand bedankt sich bei Johannes Giesen für die langjährige Arbeit für den Verein Agrobusiness Niederrhein und drückte sein Bedauern aus, dass sich Johannes Giesen nicht mehr zur Wiederwahl in den Vorstand stellt. Als ehemaliger Bürgermeister der Stadt Straelen hat er seit 2007 maßgeblich dazu beigetragen, die Initiative Agrobusiness Niederrhein ins Leben zu rufen. Straelen war ein Treiber der Initiative weil Giesen damals schon erkannt hat, dass es nicht nur der Gartenbau ist, der die Stadt prägt, sondern auch die vielfältigen Unternehmen, die zum vor- bzw. nachgelagerten Bereich gehören. Damals wie heute gilt: „wenn es dem Agrobusiness gut geht, dann geht es auch der Region und der Stadt gut“ sagt Giesen.
Zusammen mit der damaligen Geschäftsführerin Martina Reuber hat er beim Start der Initiative Ende 2008 und in den folgenden Jahren als Vorsitzender die Grundlagen für die heutigen Aktivitä-ten des Vereins gelegt. Seinem politischen Geschick ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Akteure sich 2007/2008 zusammen fanden, um die Branche zu fördern aber auch um gemeinsam einen Ansprechpartner für die niederländische Seite zu stellen. Mehrere grenznahe Gemeinden auf der niederländischen Seite hatten sich zu dieser Zeit zum Greenport Venlo zusammengefunden, um das Agrobusiness einen größeren Stellenwert in der Grenzregion zu geben. Dass die Kreise Kleve, Wesel, Viersen und der Rhein-Kreis Neuss gleich von Anfang mit dabei waren, trug erheblich zur Stärke von Agrobusiness Niederrhein bei. 
Die Zeit von Johannes Giesen ist knapp bemessen, denn die Verabschiedung aus der Arbeit als Bürgermeister bedeutete nicht gleich Ruhestand. Er gründete eine eigene Firma, die bundesweit sehr erfolgreich Verwaltungen, staatl. Einrichtungen und Bistümer in ihrer Organisationsstruktur berät und dazu Stellenbeschreibungen und -bewertungen durchführt.  „Agrobusiness Niederrhein liegt mir am Herzen“, sagt Johannes Giesen „und auch wenn ich aus zeitlichen Gründen nicht regelmäßig bei der Vorstandarbeit dabei sein kann, stehe ich auch zukünftig zur Verfügung, wenn Agrobusiness Niederrhein mich braucht.“ Das hat der Vorstand gerne zur Kenntnis genommen und wird auch in Zukunft bei spezifischen Fragen auf seine Kompetenz zurückgreifen. 
 
 Foto:  Christian Wagner, 1. Vorsitzender Agrobusiness Niederrhein e.V. bedankt sich bei Johannes Giesen für das langjährige Engagement für Agrobusiness Niederrhein.
 


Forstbaumschulen Selders in Hünxe

Blick über den Tellerrand

Mit dem herbstlichen Laubfall hat bei den Forstbaumschulen Selders an der Landwehr 2 in Hünxe wieder die Hauptsaison begonnen, die bis etwa Mai kommenden Jahres die gesamte Belegschaft des Unternehmens auf Trab halten wird. Der Betrieb existiert bereits in der dritten Generation und wird seit der Übernahme im Jahr 2011 vom Gärtnermeister und Gartenbautechniker Felix Klein-Bösing (34) geleitet.
Ihr Alleinstellungsmerkmal am Niederrhein verdankt diese Baumschule sowohl dem milden Klima des nördlichen Niederrheins als auch dessen humosem Sandboden, der die Feinwurzelbildung seiner Forstpflanzen fördert und dadurch die erfolgreiche Weiterkultur ermöglicht. Überhaupt gibt es nach Auskunft des Inhabers bundesweit gerade mal eine Handvoll solcher Forstbaumschulen.„Wir bieten Staats- und Privatforsten sowie anderen Kunden, wurzelnackte Gehölze‘ an“, und Klein-Bösing reicht auch gleich die Erläuterung für diesen ungewöhnlichen Begriff nach.
Gemeint seien damit Wildgehölze und –sträucher, die in oft großen Stückzahlen topflos nur mit freigelegten Wurzeln ausgeliefert werden. Sein Saatgut bezieht er von anerkannten und zertifizierten Forstbetrieben und Händlern. „Wir sammeln aber auch selber in guten Mastjahren (mit vielen Bucheckern, Eicheln oder anderen) hochwertiges Saatgut und bringen dieses nach den Eisheiligen auf unseren insgesamt etwa 25 Hektar großen Flächen aus.“ Und Klein-Bösing fährt fort: „Nach einem Jahr (Laubhölzer) oder zwei Jahren (Nadelhölzer) werden die Keimlinge auf einem Meter breiten Beeten verpflanzt und später noch mal umgesetzt. In der Regel können die Pflanzen dann nach drei Jahren mit speziellen Beetrodern geerntet und die Wurzeln für den Verkauf vorsichtig vom Erdreich befreit werden.“
Die Forstbaumschulen Selders verkaufen ihre Forstgehölze vom Sämling bis zur zwei Meter großen verschulten Qualität, heimische und zertifizierte Wildsträucher sowie Landschaftsgehölze, heimische Heckenpflanzen und Weihnachtsbaumjungpflanzen etwa zu drei Vierteln an Forstbetriebe, der Rest werde von anderen Baumschulen geordert. Der Inhaber erinnert sich noch gerne an seinen bislang größten Auftrag: „Vor einigen Jahren haben wir im Zuge der Wiederaufforstung von Kyrillsturmwurfflächen der Solvay Rheinberg rund 250 000 Buchen verkauft.“ Überhaupt würden erfahrungsgemäß die größten Bestellungen aus ganz NRW und darüber hinaus für die Bepflanzung von Ausgleichsflächen sowie für die Beseitigung von großen Sturmschäden eingehen.
Sein Unternehmen beschäftigt neben zwei Meistern, zehn Festangestellten und einem Auszubildenden noch etwa zehn Saisonhilfen. „Um den Betrieb erfolgreich am Laufen zu halten, muss man sich in unserer Branche über das tägliche Geschäft hinaus ständig über aktuelle Entwicklungen wie zum Beispiel derzeit die neuen EU-Flächenprämien informieren“, versichert Klein-Bösing. Schon deshalb habe er sich verschiedenen zertifizierten Berufsverbänden angeschlossen. „Um aber auch über den eigenen Tellerrand blicken zu können, nutze ich darüber hinaus als
Mitgliedsunternehmen das Netzwerk des Agrobusiness Niederrhein mit Sitz in Straelen. Bei vielen Gesprächen mit anderen Mitgliedern aus der Region etwa aus dem Gartenbau, der Gemüseproduktion oder dem Speditionswesen habe ich bereits viele konstruktive Hinweise für meine eigenen Betriebsabläufe ableiten können“, so der Chef der Forstbaumschulen Selders.
Dieser von Agrobusiness Niederrhein vermittelte „Blick über den Tellerrand“ biete ihm ganz anderes, wertvolles Knowhow als die Fachgespräche mit Inhabern anderer Baumschulen. Trotz der aktuell vergleichsweise niedrigen Marktpreise für die von ihm und seinen Mitbewerbern im Bundesgebiet angebotenen Forstpflanzen ist Klein-Bösing zuversichtlich, auch im laufenden Betriebsjahr wieder rund eine Million Wildgehölze und –sträucher an den Mann bringen zu können. 

 
 
 

 Felix Klein-Bösing (rechts) packt beim Verladen von wurzelnackten Gehölzen selbst mit an.

 
Bildmitte:  Felix Klein-Bösing

  

Viel Spaß beim Agrobusiness-Quiz zum Start auf der Grünen Woche in Berlin



Foto: von links am Agrobusiness-Buzzerspiel: Dr. Thomas Delschen, Präsident des LANUV, Heinz-Josef Heyer, Spargelgrenadier Walbeck und Christiane II. Cürvers,
Spargelprinzessin Walbeck, Minister Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, rechts neben dem Buzzerspiel Christian Wagner, 1. Vorsitzender und Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin, beide Agrobusiness Niederrhein.

Nach dem Motto: „Wer kennt sich aus in Gartenbau, Landwirtschaft und dem gesamten Agrobusiness?“ werden die Besucher der Grünen Woche eingeladen, Fragen zu beantworten. Dabei kommt der Spaß nicht zu kurz, wenn es darum geht den Buzzer möglichst schnell zu drücken, um der Erste mit der richtigen Antwort zu sein.
Agrobusiness Niederrhein präsentiert sich in diesem Jahr mit seinen Mitgliedern und Mitausstellern Eurofleurs Elbers aus Kevelaer, RWZ aus Wachtendonk und Greenport Logistics aus Herongen in der NRW-Halle in Berlin. Dass es richtig Spaß machen kann, sich auf spielerischer Art mit dem Thema zu beschäftigen, haben auch Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes NRW, Dr. Thomas Delschen, Präsident des LANUV und die beiden Vertreter des Walbecker Spargels erfahren, als sie sich an dem Stand von Agrobusiness Niederrhein hinter die Buzzer stellten.
„Woran kann man eindeutig eine Ziege von einem Schaf unterscheiden?“ war eine der schwierigen Fragen sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein, „aber dass die Ziege den Schanz hoch trägt und das Schaf ihn hängen lässt wird von den Quizteilnehmern sicher nicht so schnell vergessen.“
Die Frage nach dem Einsatzgebiet einer Flugdrohne in der Landwirtschaft wurde fast immer richtig beantwortet, aber die Möglichkeiten sie zum Verscheuchen von Krähen einzusetzen oder um Fotos von Hunden zu machen, die unerlaubt über den Acker laufen, sorgte durchgehend für Erheiterung. „Für die Quizteilnehmer war aber klar, dass eine Drohne Informationen sammelt, die zur Optimierung der Anbauverfahren eingesetzt werden“ sagt Dr. Schirocki.
Die Grüne Woche geht noch bis zum 24. Januar. Alle Besucher werden herzlich eingeladen, den Stand von Agrobusiness Niederrhein und seinen Mitausstellern in Halle 5.2a zu besuchen und ihre Kenntnisse im Agrobusiness zu testen und mit etwas Glück auch ein kleines Präsent zu bekommen.
 


Start zur  "Grünen Woche" - die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Wissen Sie was Moorbeetpflanzen sind, welche Getreideart sich nicht zum Brot backen eignet oder was ein elektronischer Gärtner macht? Das sind Fragen, die die Ausstellergruppe von Agrobusiness Niederrhein e.V. ihren Besuchern auf der Grünen Woche im Januar 2016 in Berlin stellen wird. Jeweils vier Spieler treten dann gegeneinander an und wer den Buzzer am schnellsten drückt, darf seine Chance nutzen und Punkte sammeln.
„Wir wollen neben Spaß für die Besucher auch Fachwissen vermitteln“, sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein. Unter der Überschrift „Ein starkes Stück Niederrhein …. Netzwerk für mehr Erfolg“ stellt Agrobusiness Niederrhein mit seinen Mitglieder Konzepte zur nachhaltigen Wirtschaftsform vor.
Bildunterschrift: v.l. Bernd Grüntjens (Eurofleurs-Elbers), Erik de Vries (Greenport Logistics), Heinz Diepers (Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG), Kirsten Hammans und Dr. Anke Schirocki (beide Agrobusiness Niederrhein) testen das Buzzerspiel
Mit dabei sind:
   
Agrobusiness Niederrhein e.V. steht für Innovationen durch Austausch und Zusammenarbeit. So entwickeln sich Netzwerke entlang der Wertschöpfungskette in denen neue Ideen entstehen und aus denen als Ergebnis Innovationen hervorgehen. Davon profitieren die Menschen, die Umwelt und die Wirtschaft. Zum ersten Mal präsentiert sich Agrobusiness Niederrhein zusammen mit seinen Mitgliedern in der Halle von Nordrhein-Westfalen, 5.2a, Stand 156 den Besuchern auf der Grünen Woche.
Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG bietet als Deutschlands drittgrößte Hauptgenossenschaft im Agrarhandel Leistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Beratung über Produkte und Logistik bis hin zu den Märkten. Als Bindeglied zwischen Landwirt, Industrie und Verbraucher hat die RWZ eine besondere Verantwortung: Ganzheitliches Denken und nachhaltiges Handeln sind unverzichtbarer Teil der RWZ-Unternehmensstruktur.  Die Vertriebsgruppe Nordrhein versorgt die Region zwischen Rhein und holländischer Grenze vom Kölner und Aachener Raum im Süden bis nach Emmerich im Norden mit Waren und Dienstleistungen.  Ihre Geschäftsaktivitäten umfassen dabei neben den Raiffeisen-Agrarzentren und -Märken auch den Profi-Gartenbau als starken Wirtschaftsfaktor in der Region, den Mineralöl- und Baustoffhandel sowie eine Bäckerei mit sechs Niederlassungen.
 Eurofleurs-Elbers GmbH & Co.KG setzt auf eine ökologische Produktion von Zierpflanzen und Verpackungsmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen für eine zukunftsfähige Welt. Auf 15 ha Anbaufläche mit zirkulierendem Wassersystem werden Pflanzen produziert, die 90 % weniger Wasser und 40 % weniger Dünger zum Wachstum benötigen als andere Produktionsverfahren. So werden Ressourcen gespart und ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung geleistet.
Greenport Logistics GmbH sorgt für schnelle Wege, denn das kommt der Umwelt zugute wenn es um die Logistik geht. Das Logistiknetzwerk für den Zierpflanzenbau bringt Kompetenzen aus Deutschland, Niederlande und Belgien zusammen und plant so gezielter und arbeitet effizienter. Jeder eingesparte Kilometer reduziert den CO2 Ausstoß und ist somit ein Gewinn für die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit. Aber auch der Kunde profitiert von schnell verfügbarer, frischer Ware.
 
 
Bildunterschrift: Die neu gestaltete Messewand auf der Grünen Woche 2016 mit dem durchgängigen Motto „Nachhaltigkeit“ 
 
Ansprechpartner Grüne Woche 2016 – Halle 5.2a, Stand 156
Agrobusiness Niederrhein e.V.
Datum
Firma
Ansprechpartner
15.01. - 16.01
Agrobusiness Niederrhein e.V.
Dr. Anke Schirocki
Kirsten Hammans
17.01. - 18.01.
Agrobusiness Niederrhein e.V.
Dr. Anke Schirocki
19.01. - 20.01.
Eurofleurs-Elbers            GmbH  & Co.KG
Bernd Grüntjens
21.01. - 22.01.
Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG
Heinz Diepers
Norbert Clancett
23.01. - 24.01.
Greenport Logistics GmbH
Erik de Vries
 
 

Pressetermin am 7.1.2016

Schon im Vorfeld der 81. Grünen Woche, vom 15.-24. Januar 2016 in Berlin, richtet das LANUV am Donnerstag, den 7. Januar um 11:30 Uhr im LANUV-Foyer Essen, Wallneyer Straße 6 einen Pressetermin mit Gruppenfoto aus. 
 
 

Mehr Infos:  

http://www.gruenewoche.de   oder   http://www.lanuv.nrw.de/gruenewoche

 

 

„Natürlich Niederrhein“ – bei Zierpflanzen ein Kaufargument?


Unternehmertreff zum Thema „Testergebnisse der Lizenzmarke Natürlich Niederrhein“

Zierpflanzen aus der Region sind vom Kunden gewollt und Stauden, die mit dem Label „Natürlich Niederrhein“ gekennzeichnet werden gerne mitgenommen. Das sind die Ergebnisse aus einer
Studie gemeinschaftlich durchgeführt von der Unternehmergruppe Stauden der Landwirtschaftskammer NRW, dem Vermarkter GASA Germany aus Kevelaer, dem Gartencenter Schlösser in Moers, der Fontys International Campus aus Venlo und Agrobusiness Niederrhein e.V.
Im Sommer 2015 wurden den Kunden des Gartencenter Schlösser in Moers Zierpflanzen, die mit dem Logo „Natürlich Niederrhein – Hier wächst was“ gekennzeichnet waren, zum Kauf angeboten. Studenten der Fontys befragten die Kunden nach ihrer Einstellung zu Pflanzen aus der Region. Jetzt wurden die Ergebnisse der Studie vorgestellt. Eindeutig war das Ergebnis aus über 400 beantworteten Fragebögen, das Prof. Patrick Klein, Dozent an der Fontys, den Teilnehmern des Unternehmertreffs von Agrobusiness Niederrhein vorstellte. „Der Kunde bevorzugt Pflanzen aus der Region und er ist hungrig nach Informationen zu dem Label und zu der Pflanze. Eine reine Kennzeichnung reicht da nicht aus“, sagt Klein.  „Der Kunde erwartet vor
allem Qualität und Pflanzen aus der Region müssen diese Erwartung erfüllen.“
Die Studie wurde in einem Gartencenter durchgeführt, in dem die Kundschaft aus ca. 60 km Umkreis einkauft. Das bedeutet, die Kunden sind Niederrheiner oder stammen aus der angrenzenden Ruhrmetropole. Die Befragung zeigt, dass die meisten Käufer (57,1 %) nur zwei bis drei Mal im Jahr Pflanzen einkaufen. „Bei diesen Kunden ist es natürlich
schwierig, eine Produktmarke für Zierpflanzen im Kopf zu verankern“, sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein. „Wenn da die Vermarktung über das Merkmal „regional“ erfolgt, ist für diese Produkte bereits ein Vertrauensvorsprung gegeben, das sich eine reine Produktmarke erst erarbeiten muss“.
Aber Zierpflanzen vom Niederrhein werden nicht nur in der Region vermarktet. So soll die Untersuchung im nächsten Jahr einen Schritt weiter gehen und auch in der angrenzenden Ruhrmetropole stattfinden.  Dort ist der Niederrhein vielleicht noch bekannt, aber die meisten Kunden kommen nicht aus dieser Region. Es soll getestet werden, ob in dieser Entfernung Zierpflanzen vom Niederrhein noch als regionales Produkt verstanden werden. In Regionen darüber hinaus muss „Natürlich Niederrhein“ zur Marke werden. „Eine Vision ist, dass „Natürlich
Niederrhein“ wie „Apfel aus dem alten Land“ eine Marke wird“,  sagt Dr. Schirocki, „dann kauft der Kunde natürlich Zierpflanzen vom Niederrhein, weil sie für Qualität stehen.“
 
v.l. Markus Baumgärtner, Vertreter Unternehmerkreis Stauden, Berater der Landwirtschaftskammer NRW, Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin Agrobusiness Niederrhein e.V., Dorothea Schlößer, Gartencenter Schlößer GbR, Stefan Kretschmer, GASA Germany GmbH, Patrick Klein, Dozent Fontys International Business School
 


Eine „Natürlich Niederrhein“ – Staude im Wagen eines Kunden.
 
 

 

Nützlingseinsatz für gesunde Tomaten

Unternehmertreff mit Koppert Deutschland

Thema „Nützlinge im Einsatz“, biologische Schädlingsbekämpfung in der modernen Tomatenproduktion
Eine Tomatenpflanze wächst von Dezember bis November im Gewächshaus und liefert ab Anfang März kontinuierlich Tomaten. Der Trieb wird dabei 13 bis 15 Meter lang. Während dieser langen Kulturzeit treten Schädlinge auf, die durch ihre Saugtätigkeit der Pflanze zusetzen und sie schwächen. Um das zu verhindern, werden in modernen Tomatenkulturen Nützlinge eingesetzt.
„Wir bringen die Nützlinge in die Tomaten wenn noch gar keine Schädlinge in Sicht sind.“ sagt Matthias  Draek von Draek GbR  aus Straelen. Die eingesetzten Raubwanzen sind kleine, agile, grüne Tiere. „Sie werden gehegt und gepflegt und vor allem gefüttert. So sind sie vor Ort, wenn die ersten Schädlinge auftreten.“  „Wir haben über die vergangenen Jahre viele
Erfahrungen im Nützlingseinsatz sammeln können“, sagt Draek, „Dabei haben wir gelernt, dass man Schädling nie unterschätzen darf“. Die Kulturen werden ständig kontrolliert, denn immer wieder können Schädlinge von außen einfliegen und dann kommt es darauf an, dass der Nützling bereits vor Ort ist und seine Ernährung schnell auf Weiße Fliegen und Blattläuse umstellt.
Auf den Tomaten sitzt der Nützling nicht, dort gibt es nichts zu fressen. Sie lieben die Blattunterseiten, wo sie von der Sonne geschützt sind und ihre Nahrung finden.
Die Nützlinge kommen von der Firma Koppert. Sie stellt viele verschiedene Nützlinge her, die unter dem Motto „Partners with Nature“ weltweit vermarktet werden. Professionelle Gärtner als auch der Hobbygärtner erhalten von Koppert nützliche Insekten oder setzen Mittel und Maßnahmen zur Stärkung der Abwehrkräfte der Pflanze gegenüber Krankheiten und Schädlinge ein. Zum Programm gehören auch Hummeln, die bei der Bestäubung von Tomaten, Erdbeeren oder Kirschen helfen.
Tomaten schmecken besser und ihr Vitamingehalt ist höher, wenn sie auf natürliche Weise von Insekten bestäubt werden. Deshalb schwirren tausende dieser Insekten den ganzen Tag durch die Gewächshäuser und arbeiten so für die Tomaten aber auch für ihr Hummelvolk, denn sie leben nicht nur im Gewächshaus, sondern vermehren sich dort auch.
Die Mitglieder von Agrobusiness Niederrhein e.V. hatten Gelegenheit sich den Einsatz der Nützlinge bei der Firma Draek & Draek persönlich anzuschauen und sich von Sabrina Sieger, General Managerin von Koppert  Deutschland, das Unternehmen und deren Konzepte vorstellen zu lassen. Koppert  Deutschland ist Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein und hatte zusammen mit der Initiative zu der Veranstaltung eingeladen.
 „Der Nützlingseinsatz funktioniert besonders gut im geschützten Anbau unter Glas oder Folie“,  sagt Sieger, „denn hier bleiben die Nützlinge in der Kultur und konzentrieren sich auf den Schädling“.  Die Mitglieder von Agrobusiness Niederrhein waren beindruckt von der Vorstellung und der Besichtigung der Gewächshäuser. „Wir freuen uns, dass diese innovative Firma Koppert Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein ist. Sie findet in unserem Netzwerk eine Plattform, ihre Ideen und Produkte zu präsentieren und diese mit anderen Akteuren aus dem Agrobusiness zu diskutieren“, meint Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein.
 
 
 Die Teilnehmer erfahren, welche Vorteile der Einsatz von Nützlingen in der Tomatenkultur bringt.
 
 
 
 
 Hummeln bestäuben Tomaten und tragen so positiv zur Ausfärbung und zum Vitamingehalte bei.
 
 

 
 

Einladung zur Veranstaltung „Förderprogramme“      
 

Dienstag, 20.10.2015, 17.00 Uhr

Zusammen mit der IHK Duisburg – Wesel- Kleve zu Duisburg und der Stadt Geldern lädt Agrobusiness Niederrhein zum Thema Fördermöglichkeiten für Unternehmen ein. Für jedes Unternehmen kann es von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung sein, bei der Planung der Unternehmensfinanzierung Fördermittel, Subventionen und Zuschüsse der EU, des Bundes und der Länder mit einzubeziehen. Aber wer kennt sich schon mit all den geeigneten Möglichkeiten der Förderung und den zahlreichen Anforderungen an einen Antrag aus, und weiß diese – gerade auch in unserer Grenz- und Agrobusiness-Region - einzusetzen. In einem interessanten Vortrag unterschiedlicher Referenten erfahren Sie mehr.
 Anmeldeschluss: 13.10.2015
Anmeldungen senden Sie bitte DIREKT an die IHK - per Fax an: 02821/97 699-154 (siehe Anmeldeformular unter DOWNLOADS)!!
 
 

Neu im Internet: www.agrobusiness-berufe.de

„Mit unserer neuen Internetseite möchten wir zwei Zielgruppen eine konstruktive Hilfestellung bieten.“ Eva Kähler-Theuerkauf, zweite Vorsitzende des Vereins Agrobusiness
Niederrhein mit Sitz in Straelen, Hans-Tenhaeff-Straße 40–42, denkt dabei zum einen an junge Menschen, die sich gerade über ihre anstehende Berufswahl die Köpfe zerbrechen. „Zum anderen haben wir unsere Mitgliedsunternehmen im Fokus, denen wir bei ihrer Suche nach qualifizierten und motivierten Auszubildenden eine interessante Hilfestellung anbieten möchten.“ Den Weg zum Ziel verspricht eine neue Internetseite, die ab sofort unter www.agrobusiness-berufe.de aufgerufen werden kann.
Alle aufgeführten Ausbildungsberufe können dem weitgespannten Bereich Agrobusiness zugeordnet werden und versprechen jungen Menschen reizvolle Perspektiven für ihre Berufswahl. Die
weitgefächerte Palette reicht vom Beruf des / der agrarwissenschaftlich technischen Assistenten oder des Revierjägers / der Revierjägerin aus dem Bereich Landwirtschaft und Gartenbau über die Fachkraft für Lagerlogistik (Verkehr / Transport / Logistik) bis hin zum Assistenten / zur Assistentin für Systemgastronomie aus dem Bereich des Hotel- und Gaststättengewerbes.
Jeder der auf dieser Homepage aufgeführten Ausbildungsberufe wird ebenso kurz wie anschaulich vorgestellt und ist gleichzeitig mit weiterführenden Informationen der Bundesagentur für Arbeit und den zuständigen Kammern verlinkt. Insgesamt bietet die Agrobusinessbranche mehr als 50 verschiedene Ausbildungsberufe an. Eva Kähler-Theuerkauf unterstrich noch mit einen anschaulichen Beispiel die Bedeutung des Agrobusiness: „Am Niederrhein entspricht die Ausdehnung der Gewächshausflächen unserer Betriebe 2550 Fußballfelder. Dementsprechend sind
viele Betriebe des vor- bzw. nachgelagerten Wirtschaftszweigs hier ansässig. Ein Jugendlicher, der einen Beruf aus dem Agrobusiness wählt, hat gute Chance, seine Berufskarriere ausschließlich am Niederrhein zu verbringen.“
Bei der Pressekonferenz im Straelener Versuchszentrum Gartenbau schilderten zwei junge Azubis, wie sie ihren Weg zum Wunschberuf gefunden haben. Marco Clemens, der aus einer
Gartenbaufamilie stammt, war die Berufswahl fast schon in die Wiege gelegt. Lars Horn, dessen Eltern Pflegeberufe ausüben, fand dagegen über verschiedene Praktika seinen Weg zur Ausbildung im Gartenbau. Beide begrüßen den neuen Internetauftritt als interessante Informationsplattform, die anderen jungen Menschen bei ihrer Berufswahl wertvolle Tipps mit auf den Weg geben könne.
 
„Das Versuchszentrum Gartenbau in Straelen ist federführend für die gartenbaulichen Versuche der Landwirtschaftskammer NRW“, erklärt Andrew Gallik, Dienststellenleiter in Straelen und Köln-Auweiler. Vier bis sieben Jugendliche beginnen jährlich ihre Ausbildung in den Ausbildungsberufen Zierpflanzen- und Gemüsegärtner. In den Versuchsanlagen erlernen sie produktionstechnische Kenntnisse wie z.B. Bewässerung, Düngung, Klimasteuerung im Gewächshaus sowie Grundlagen des integrierten Pflanzenschutzes. Jugendliche mit Interesse am ökologischen Gemüsebau finden eine Ausbildungsstelle im Versuchszentrum in Köln-Auweiler. Interessierte Jugendliche können sich bis zum Frühjahr 2016 bei Andrew Gallik im Versuchszentrum melden. Er informiert gerne über Möglichkeiten der gärtnerischen Ausbildung, die im August beginnt.
 
Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG Vertriebsgruppe Nordrhein ist Zulieferer für Produktionsmittel für Landwirtschaft und Gartenbau, sowie Vermarkter landwirtschaftlicher Produkte für über 3800 Kunden in der Region. Darüber hinaus ist die RWZ auch für Privatkunden als Baustoff- und Brennstoffhändler sowie als Betreiber von Haus- und Gartenmärkten attraktiver Anbieter und Dienstleister. Da braucht es gutes, kompetentes Personal. Das bildet die RWZ selber aus und die Palette reicht vom Kaufmann/-frau Groß- und Außenhandel, über den Berufskraftfahrer, den Land- und Baumschienenmechatroniker bis zum Kaufmann/Kauffrau Spedition und Logistikdienstleistungen. Jennifer Koppers gefällt ihre Ausbildung zur Kauffrau des Groß- und Außenhandels. Sie kommt von einem landwirtschaftlichen Betrieb, kennt die RWZ von ihren Eltern her und hat über ein Schulpraktikum ihre Ausbildungsstelle gefunden. Marvin Pietsch ist ganz neu seit diesem Jahr dabei und hat sich ebenfalls nach einem Praktikum für die Ausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandel bei der RWZ entschieden. Beide halten ein Praktikum vor Ausbildungsbeginn für sehr hilfreich. „Man lernt den Betrieb und die Aufgaben kennen und kann viel besser entscheiden, ob das was für einen ist“, sagt Jennifer Koppers.
 
Bejo Samen GmbH aus Sonsbeck vertreibt ausschließlich Gemüsesamen für das Freiland und gehört zum weltweit tätigen niederländischen Züchterhaus Bejo Zaden B.V. Bejo Samen GmbH bietet als  Zulieferer zur Wertschöpfungskette Agrobusiness dann Ausbildungsstellen an, wenn abzusehen ist, dass der/die Auszubildende auch nach dem Abschluss übernommen wird. Deshalb sind Regina Zulauf und Sven Barlau auch nach ihrer Ausbildung zur/zum Kauffrau/mann im Groß- und Außenhandel im Unternehmen geblieben. Heute kennen sie sich nicht nur mit Zahlen in der Buchführung oder bei der Rechnungserstellung aus, sondern kennen auch die verschiedenen Gemüsearten und dazugehörigen Sorten. „Mir gefällt es bei Bejo Samen GmbH, weil wir ein kleines Team sind, indem man verschiedene Aufgaben übernehmen muss und man aufgrund der internationalen Ausrichtung viel herum kommt.“ sagt Regina Zulauf. Als Kauffrau für Groß- und Außenhandel war sie auch schon einmal in Shanghai.
 
Eva Kähler-Theuerkauf geht zuversichtlich davon aus, mit diesem neuen Internetangebot jungen Menschen eine gute Orientierungshilfe für ihre individuelle Berufswahl bieten zu können. Ein
solches Angebot habe es bislang noch nicht gegeben. „Gleichzeitig versprechen wir uns mit unserer neuen Initiative noch mehr Erfolg für unsere Mitgliedsunternehmen bei ihrer Suche nach qualifizierten Auszubildenden, die auch in unserer Branche inzwischen immer dringender gesucht werden. Unser Ziel ist, dass der Niederrhein eine der wettbewerbsfähigsten und innovativsten
Agrobusiness-Regionen Europas werden soll.“ Homepage: www.agrobusiness-berufe.de.
 


"Koppert"-Nützlinge im Einsatz

Unternehmertreff für unsere Mitglieder am 9.9. 2015 um 17 Uhr. Agrobusinss Niederrhein lädt gemeinsam mit seinem Mitglied Koppert Biological Systems zum Unternehmertreff im hochmodernen Tomatenbetrieb Draek&Draek in Straelen ein.
Koppert ist Weltmarktführer auf dem Gebiet des biologischen Pflanzenschutzes und der natürlichen Bestäubung mit Hummeln. Das Unternehmen hat sich die Erforschung und Züchtung  von Nützlingen zur Aufgabe gemacht.
Die Draek & Draek Gartenbau GbR, ein moderner Tomatenproduzent in Straelen, legt  seit langem hohen Wert auf den Einsatz der biologischen Schädlingsbekämpfung. Am 9. September gewährt der Betrieb einen Einblick in die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Koppert.
Im Anschluss an die   Betriebsbesichtigung  stellt Sabrina Sieger, General Manager von Koppert Deutschland GmbH, die Nützlinge vor, die dem Gärtner bereits tatkräftig helfen. Sie lernen  Strategien für den erfolgreichen Einsatz von Nützlingen kennen und welche Einsatzgebiete sich zukünftig ergeben können.
Anmeldung erforderlich!!
oder telefonisch vormittags 02834/704 131
 

Herbrand und Agrobusiness

„Da rieb sich in den letzten Wochen schon mancher Gärtner oder Spediteur erstaunt die Augen,wenn er von uns darauf aufmerksam gemacht worden ist, dass ab 1. Oktober auch seine Fahrzeuge mit einer Gesamtlast ab 7,5 Tonnen der neuen Mautpflicht unterliegen“, berichtet Dipl.-Ing. Michael Haglage. Der Serviceleiter der Herbrand GmbH rät deshalb den von der neuen Regelung betroffenen Haltern dringend, ihre Fahrzeuge (auch unter einer Gesamtlast von zwölf Tonnen), die bislang bei Autobahnfahrten keine Maut entrichten mussten, mit einer On-Board Unit (OBU) von Toll Collect aufzurüsten – „sonst kann’s nach dem 1. Oktober schnell teuer werden“.
Jens Mevissen, Technischer Betriebsleiter bei Herbrand, ergänzt: „Viele Mittelständler, die bei der Maut-Einführung ihre Lieferfahrzeuge unter die damals geltende 12-Tonnen-Grenze „abgelastet“ hatten, werden jetzt durch diese Umstellung auf 7,5 Tonnen doch noch von der Mautpflicht eingeholt.“ Zurzeit wachse die Nachfrage der Kunden sprunghaft, die von Toll Collect kostenlos zur Verfügung gestellten OBU’s in ihre Fahrzeuge für in der Regel 200 bis 300 Euro einbauen zu lassen. Mevissen will nicht ausschließen, dass es dabei Engpässe geben könnte, je näher der 1. Oktober heranrückt.
Die entsprechenden Infos würden von den Autohäusern der Herbrand-Gruppe (www.herbrand.de) jedenfalls schon seit Wochen emsig verschickt. An entsprechenden Adressen mangele es nicht. „Weil viele Spediteure, Gärtner, Landwirte, Futtermittelhersteller und andere Unternehmen aus diesem Bereich zu unseren Kunden gehören“, engagieren wir uns als Mitglied
im Verein AgroBusiness Niederrhein“ (www.agrobusiness-niederrhein.de), ergänzt Haglage. „Wir sind schließlich mit unseren Standorten – auch einigen Mehrmarkenhäusern – überall im Verbreitungsgebiet von AgroBusiness Niederrhein (den Kreisen Kleve, Wesel, Viersen, dem Rheinkreis Neuss sowie den Städten Krefeld und Mönchengladbach) und im Westmünsterland vertreten.
Gerade die regionalen Nutzfahrzeugkunden aus dem Agrobusinessbereich stünden bei der Herbrand-Gruppe seit langem besonders im Fokus. Mevissen erinnert in diesem Zusammenhang an den Neubau des Standorts in Straelen, der im Jahr 2006 mit einem Investitionsvolumen von rund 3,5 Millionen Euro in Betrieb genommen worden sei. „Hier können wir alle Servicearbeiten  selbst an großen 40-Tonnern ausführen, die übrigens beileibe nicht allein auf die Marke mit dem Stern beschränkt sein müssen.“ Viele Kunden aus dem Nachbarkreis Viersen und sogar
aus den Niederlanden lassen sich von Herbrandfahrern ihre Lkw kostenlos abholen und nach erfolgtem Service in Straelen wieder zurückbringen.
Serviceleiter Haglage: „Das erleichtert es den Firmenfahrern, ihre Fahrzeitenlimits einzuhalten. Einige Kunden zum Beispiel aus dem Emsland bringen genau aus diesem Grund ihre
Fahrzeuge zum Service freitags zu uns, und fahren mit hier abgestellten Pkw übers Wochenende nach Hause, um am Montagmorgen bei uns in Straelen
wieder auf ihre frisch gewarteten Lkw umzusteigen.“ Und sollte mal die Zugmaschine eines beispielsweise mit Schnittblumen beladenen Aufliegers irgendwo in der Niederrhein-Region schlapp machen, dann bietet Herbrand neben einem voll ausgestatteten Werkstattwagen auch eine Ersatzzugmaschine zu Hilfe an, die den Auflieger mit der empfindlichen Ware rechtzeitig ans Ziel bringe.
Aktuell sei aber der Fokus insbesondere an den beiden zertifizierten Toll-Collect-Stützpunkten der Herbrand-Gruppe in Kevelaer und Bocholt vor allem auf die am 1. Oktober in Kraft tretende Veränderung des Mautgesetzes gerichtet. Mevissen rät in diesem Zusammenhang allen Besitzern von Nutzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht ab 7,5 Tonnen dringend, sich möglichst schnell um die ab Oktober vom Gesetzgeber geforderte OBU-Ausrüstung zu kümmern. „Viele Gärtner, deren Transporter wie zum Beispiel Sprinter oder Vario es zusammen mit schweren Anhängern auf mehr als 7.5 Tonnen bringen, wissen noch gar nichts von dieser Gesetzesänderung. Wer aber nicht schnell genug entsprechend reagiert, dem droht dann auf der Autobahn der an Streifenwagen aufleuchtende Schriftzug ,folgen‘.“
 
Herbrand (Jens Mevissen und Michael Haglage
Jen Mevissen und Michael Haglage (r.)
 

Regionale Produkte mit einer Tagungsstätte verbinden - die Wasserburg Rindern

Unternehmertreff zum Thema „Grün genießen…“ (dem Vermarktungsprojekt regionaler Produkte in der Region Rhein-Waal)
Eine Tagungsstätte mit Bildungsauftrag und regionale Produkte? Wie das zusammen passt erläuterte Dr. Kurt Kreiten, Direktor  der Wasserburg Rindern in Kleve und Vorstandsmitglied
im Verein „Oregional Rhein-Waal e.V.“ auf dem Unternehmertreff,  zu dem Agrobusiness Niederrhein auf die Wasserburg in Kleve eingeladen hatte. „Wir wollen regionale Produkte in die Kantinen der Region bringen und damit den Gästen Qualität bieten“ sagt Dr. Kreiten.
„In unserer eigenen Großküche haben wir dies bereits umgesetzt. Viele Angebote bestehen aus regionalen Produkten und werden von den Tagungsgästen gerne angenommen.“ fügt Dr. Kreiten hinzu.
Im grenzüberschreitenden Projekt "Grün genießen in der Region Rhein-Waal" stehen Produkt aus der Genussregion Niederrhein und dem niederländischen Raum Rhein-Maas-Waal unter dem Label „Oregional“ im Fokus. Als Projektpartner schilderte Gerald Titulaer, Vorsitzender der „Stichting Landwaard“, die Projektthemen aus niederländischer Sicht. „Wir wollen die Produktion in der Region nachhaltiger gestalten,  dem Verbrauchern Genuss durch Qualität bieten.“ Angesprochen werden Erzeuger, Händler und Verarbeiter landwirtschaftlicher Produkte aus der deutsch-niederländischen Grenzregion. Sie werden aufgefordert, an der regionalen Wertschöpfungskette teilzuhaben.
Ursprünglich als Landherrenhaus im niederländischen Barockstil errichtet, stellt sich die Wasserburg Rindern heute als zeitgemäß ausgerüstete Tagungsstätte für Erwachsenenbildung dar, wo „Bildung Raum und Zeit hat“. „Das passt gut mit unserem Projekt zusammen, denn unsere Ernährung bewusst gestalten und Menschen zusammen zu bringen gehören sowohl zu unserem Auftrag als Bildungsstätte, als auch zu den Zielen des Projekts“ fügt Dr. Kreiten hinzu. „Wir verstehen uns als Netzwerker und sind deshalb auch Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein e.V.“  Agrobusiness Niederrhein spricht die gesamte Wertschöpfungskette  des Agrobusiness an und bietet Gelegenheiten zum Austausch und Wissenstransfer.
Zum Ende der Veranstaltung wurden die Teilnehmer mit einem Buffet mit  Produkten aus der Region verwöhnt. Eine rundum gelungene Veranstaltung im Rahmen einer außergewöhnlichen
Location auf der wieder deutlich wurde, wie wichtig Netzwerken ist, damit Menschen vom Niederrhein zusammen kommen, um innovative Ideen gemeinschaftlich zu realisieren.
Damit dem Verbraucher die regionalen Produkte auch außerhalb von Kantinen vorgestellt werden können, wird es am 27.  September 2015 den jährlich stattfindenden Regionalmarkt zum fünften Male auf dem Gelände der Wasserburg Rindern geben.
2015_Unternehmertreff Wasserburg Rindern
v.l.n.r.: Dr. Kurt Kreiten, Claudia Dauter, Gerald Tituaer
 

 

Rosenhof Odendahl

Jetzt wird‘s wieder bunt. Im Juni erblühen nicht nur am Niederrhein die ersten Rosen in ihrer ganzen Farbenpracht. Damit beginnt auf dem Rosenhof Odendahl im Neusser Ortsteil Allerheiligen
die traditionell stressige Verkaufssaison. Mehr als 200 Sorten der „Königin der Blumen“ kultiviert das Expertenteam dieses Familienunternehmens, das sich in seiner über 50-jährigen Firmengeschichte zu einem der größten und modernsten Produzenten für Gartenrosen im Topf in Deutschland entwickelt hat. Unmittelbar vor dem Startschuss in die neue Saison nahm sich Franz Josef Odendahl (44) die Zeit, uns das von ihm geführte Unternehmen vorzustellen.
„Nachdem unser Rosenhof in den Anfangsjahren zweimal innerhalb der Ortslage vergrößert wurde, wagten wir im Jahr 2001 den großen Schritt“, und Odendahl fuhr fort, „dann errichteten wir
im wahrsten Sinne des Wortes einen Neubau auf der grünen Wiese.“ Heute produziert sein Rosenhof außerhalb der Siedlungsbebauung Topfrosen auf rund 3,5 Hektar Freilandfläche
und 2500 Quadratmeter Hallenfläche. In dem modern ausgestatteten Betrieb bringt es ein Team von bis zu 30 Mitarbeitern auf eine Jahresproduktion von etwa 600.000 Containerrosen. Für die flexible Logistik sorgen eine moderne Versandhalle sowie die firmeneigene Lkw-Flotte, die Partner und Kunden beliefert. Ein Direktverkauf an Endverbraucher findet bei Odendahl nicht statt.
Der Chef des familiengeführten Unternehmens ist völlig zu Recht stolz auf den Einsatz modernster Technik in seiner Rosenproduktion. „Aber wir kombinieren diese Technologie mit Bedacht auch mit einem hohen Maß an Handarbeit, um in Kombination mit umweltschonenden Wachstums- und Produktionsbedingungen die hochwertigen Rosen auf den Markt bringen zu können, die den Qualitätsanforderungen unserer Premium Collection gerecht werden können.“ Der Erfolg gibt ihm offenbar Recht.
Odendahl: „Um den sich ständig wechselnden Anforderungen des Marktes gerecht werden zu können, suche ich im Rahmen des zeitlich Möglichen den Dialog mit anderen Gartenbaubetrieben.“
Dazu sei er vor einigen Jahren auch Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein mit Sitz in Straelen geworden. „Dieses freiwillige Netzwerken des Gartenbaus und der Landwirtschaft am Niederrhein quer durch alle beteiligten Branchen hat mir bereits viel Inspiration für unseren eigenen Unternehmensziele vermittelt. Deshalb halte ich die Arbeit dieses Vereins für eine gute Idee, auch im Gartenbau mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.“
Er erinnert sich noch gut daran, dass sich Agrobusiness Niederrhein für den Raum Neuss vor etlichen Jahren im Rahmen einer Pressekonferenz auf seinem Rosenhof erstmals vorgestellt hatte. Für diesen eingetragenen Verein haben sich zusammengeschlossen: Unternehmen, Kreise, Kammern, Verbände, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsförderungseinrichtungen aus den Kreisen Kleve, Wesel, Viersen, dem Rhein-Kreis Neuss und den Städten Krefeld und Mönchengladbach. „Über diese Schiene konnte ich schon viele interessante Kontakte zu Kollegen knüpfen.“ Überhaupt engagiert sich Odendahl
gerne auch ehrenamtlich für seine Branche: „Ich arbeite außerdem noch gerne mit im Fachverband Zierpflanzen und bin im Beirat von Landgard aktiv.“
Franz Josef Odendahl umringt von seiner Blütenpracht


„Straelen und der Niederrhein – Heimat des Agrobusiness“ - Thema im Radio

Beim Wirtschaftsförderungsradio, präsentiert von Antenne Niederrhein und der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, steht am Sonntag, den 31.05.2015 das Thema „Straelen und der Niederrhein – Heimat des Agrobusiness“ auf dem Programm. Von 09:00 Uhr bis 10:00 Uhr führen Uwe Bons, Wirtschaftsförderung der Stadt Straelen, Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin Agrobusiness Niederrhein e.V. aus welche Bedeutung das Agrobusiness für Straelen und den gesamten Niederrhein hat. Andrew Gallik, Leiter des Versuchszentrums Gartenbau Straelen/Auweiler und Peter Thiede-Arlt, Versuchsleiter im Versuchszentrum Gartenbau in Straelen erläutern die Aufgaben des Versuchszentrums und stellt anhand eines Beispiels aus dem Versuchswesen dar, wie Innovationen durch die Zusammenarbeit nicht nur innerhalb des Gartenbaues sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette und damit durch die Zusammenarbeit im Agrobusiness entstehen.
Wer die Sendung nicht im Radio verfolgen kann aber live dabei sein möchte, klingt sich ein auf der Internetseite von Antenne Niederrhein:
Wer die Sendung verpasst hat, hat die Möglichkeit die folgenden acht Tage auf der Seite von Antenne Niederrhein die Beiträge unter „Forum Kleve“ anzuhören.
Foto von links nach rechts: Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin Agrobusiness Niederrhein e.V., Peter Tiede-Arlt, Versuchsleiter im Gartenbauzentrum Straelen/Auweiler, Uwe Bons, Wirtschaftsförderer Stadt Straelen, Andrew Gallik, Leiter des Versuchszentrums Gartenbau Staelen/Auweiler, der Landwirtschaftskammer NRW, Hans-Josef Kuypers, Wirtschaftsförderung Kreis Kleve GmbH, Katrin Gerhold, Antenne Niederrhein

Erster Lauftreff des Agrobusiness Niederrhein e.V.

Der erste Lauftreff des Agrobusiness Niederrhein e.V. durch die schöne Umgebung Straelens war schon durchaus eine schweißtreibende Angelegenheit. „Aber schön war’s und hat Spaß gemacht“, waren sich Mitglieder und Vertreterinnen der Geschäftsführung anschließend beim Treffen auf der Sportanlage des SV Straelen einig. Geschäftsführerin Dr. Anke Schirocki hofft zuversichtlich, dass an zukünftigen Lauftreffs noch mehr Läufer teilnehmen werden. „Der freundschaftliche Austausch auch beim anschließenden Grillen soll die Agrobusiness-Familie noch näher zusammenrücken lassen, um im unmittelbaren Dialog Ziele und Strategien des Netzwerks für die Förderung der wirtschaftlichen Perspektiven und Absatzchancen der Unternehmen in der Agrobusiness-Region Niederrhein weiterentwickeln zu können.“

 
Erste Kartoffeln bei Kartoffelhof Sieben

Tönisvorst Die ersten neuen Kartoffeln dieses Jahres klaubte Hans-Leo Sieben bereits aus dem Feld gleich hinter dem gleichnamigen Kartoffelhof. „Die sind aber traditionell für unsere Tochter Silvia, die heute Geburtstag feiert“, schmunzelt der Landwirt, „richtig los geht’s mit der Ernte der Neuen erst Mitte Mai.“ Auch in diesem Jahr wird damit sein Kartoffelhof voraussichtlich wieder zu den ersten fünf Betrieben bundesweit gehören, die diese schmackhaften Frühkartoffeln vermarkten können. Die ersten Stammkunden haben sich bereits telefonisch nach dem Stand der Dinge erkundigt.
Der Familienbetrieb in Tönisvorst, Clörath 83, existiert schon in der vierten Generation. Im letzten Jahr wurde viel Geld in den Bau einer Spezial Kühl-Lagerhalle investiert, um ganzjährig Spitzenqualitäten bei Lagerkartoffeln anbieten zu können. Sieben: „Wir verzichten ganz bewusst auf „Pudern“ und Chemie.“
Aber auch bei der Vermarktung ihrer Kartoffeln gehen Sigrid und Hans-Leo Sieben neue, andere Wege. „Wir bauen darauf, dass die Kunden immer mehr auf qualitativ hochwertige Produkte aus der eigenen Region setzen“, versichert Sieben. Immer mehr Endverbraucher würden
inzwischen die Bauern kennen, die ihre Kartoffeln in der gewohnten Qualität ernten und lagern. Dieses gewachsene Vertrauensverhältnis sei ihnen auch den einen oder anderen Cent wert, den sie vielleicht im Vergleich zum anonymen Discountereinkauf mehr zahlen.
Aus dieser Erkenntnis heraus habe der Kartoffelhof Sieben seine eigene Vermarktung vor Jahren umstrukturiert. Sigrid Sieben: „Wir beliefern ganz nach individuellen Wünschen nur noch Filialen von Verbrauchermärkten in einem Umkreis von etwa 30 Kilometern und eine Reihe von
Hofläden.“ Mit eigenen Papiertüten präsentiere sie ihre Kartoffeln bewusst als regionale Marke. Darüber hinaus kennzeichnen sie ihre Produkte mit dem Logo „Natürlich Niederrhein“. „Auch wenn der Verbraucher uns nicht kennt, kann er so leicht erkennen, dass die Kartoffeln aus niederrheinischer Erde stammen“, fügt Sieben hinzu. Die Marke wird ihnen von Agrobusiness Niederrhein zur Verfügung gestellt.
Die dritte Abnehmergruppe, womit die Siebens die Wochenmarktbeschicker aus der Region meinen, werde ihnen jetzt in den kommenden
Wochen wieder die ersten frisch geernteten Frühkartoffeln dieses Jahres aus den Händen reißen.
Für die eigenen Vermarktungsstrategien greifen die Tönisvorster neben eigenen Erkenntnissen auch gerne auf den sachkundigen Rat anderer Verbände und Organisationen zurück. „So sind wir vor einigen Jahren Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein mit Sitz in Straelen geworden, weil uns dieses branchenübergreifende Netzwerk als Plattform für die Entwicklung eigener Strategien schon gute Dienste geleistet
hat“, versichert Sieben. Sein Kartoffelhof sei inzwischen schon vier bis fünf Jahre dabei. Und in dieser Zeit sei der eigene Betrieb erfolgreich zu einem etwas anderen Bauernhof umstrukturiert worden.
Für Agrobusiness Niederrhein spreche aus der Erfahrung des Kartoffelhofes Sieben insbesondere das breitgefächerte Knowhow der unterschiedlichsten Mitglieder von Landwirten, Gärtnern, Spediteuren, Kammern und vielen anderen, die in der Region Niederrhein
irgendwie mit dem Agrobusiness zu tun haben. Sigrid Sieben dazu: „Wir hatten vor wenigen Jahren einmal die anderen Mitglieder zum Kennenlernen auf unseren Hof eingeladen und konnten dabei durchaus von einem interessanten Infoaustausch profitieren.“ Aber in den nächsten Tagen gelte es erst einmal, sich wieder mit Volldampf um die vermutlich ersten Frühkartoffeln der Bundesrepublik zu kümmern.
Bild: Hans-Leo Sieben ernet die ersten Frühkartoffeln 2015
 

Erfolgreiche Jobsuche im Agro-Business

Das interessierte Studium der Homepage www.agrobusiness-niederrhein.de brachte Andrea Rausch letztlich den Job ein, um den sie sich zuvor lange vergeblich bemüht hatte. Die junge Frau aus Wachtendonk-Wankum ist Gartenbauingenieurin und suchte nach dem Verlust des alten Arbeitsplatzes einen neuen Job im Idealfall am heimatlichen Niederrhein. Unter anderem meldete sie sich telefonisch mit der Frage nach einer beruflichen Perspektive bei der Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein in Straelen, Dr. Anke Schirocki. Andrea Rausch erinnert sich: „Sie konnte mir nicht mit einer konkreten Stellenausschreibung dienen, riet mir aber zu einer Initiativbewerbung bei einem der vielen Mitgliedsunternehmen von Agrobusiness Niederrhein. Also durchforstete ich die interessante Homepage dieses eingetragenen Vereins.“
Unter anderem stieß sie bei diesem Internet-Studium auf eine Präsentation der Koppert Deutschland GmbH in Kempen. „Dieses weltweit agierende Unternehmen kannte ich von meiner früheren Arbeitsstelle im biologischen Pflanzenschutz – wusste aber noch nicht, dass Koppert im nahen Kempen eine deutsche Niederlassung betreibt.“ Also schickte die Wankumerin dorthin eine Initiativbewerbung. Koppert ist internationaler Marktführer auf dem Gebiet des biologischen Pflanzenschutzes und der natürlichen Bestäubung. Als Ansprechpartner für den deutschsprachigen Raum ist die Koppert Deutschland GmbH mit Sitz in Kempen zuständig.
Die General Managerin Germany, Sabrina Sieger, erinnerte sich im Gespräch mit der RP noch gut an die Initiativbewerbung aus Wankum: „Die Bewerberin beeindruckte uns mit einem perfekt passenden Profil – nur leider stand hier gerade keine freie Stelle zur Verfügung.“ Das änderte sich aber schon nach wenigen Monaten, als das Koppert-Team für den deutschsprachigen Raum erweitert werden sollte. Schnell war der Kontakt wieder geknüpft und heute fühlt sich Andrea Rausch in ihrem neuen Kempener Zuständigkeitsbereich für das internationale Officemanagement sehr wohl. Nicht zuletzt weiß sie auch die Tatsache zu schätzen, dass ihr täglicher Weg von Zuhause zur Arbeitsstelle, der früher weite Anfahrten voraussetzte, heute auf ganze 15 Minuten zusammengeschrumpft ist.
Und ihre neue Chefin ist froh und dankbar, über die indirekte Hilfe von Agrobusiness Niederrhein eine topqualifizierte, bestens ins Team von Koppert Deutschland passende neue Mitarbeiterin gefunden zu haben. Sabrina Sieger: „Sonst arbeiten wir bei der Mitarbeitersuche in der Regel mit Recruitern (professionellen Personalbeschaffern) zusammen. In diesem Fall verhalf uns die Homepage www.agrobusiness-niederrhein.de zu einer perfekten Stellenbesetzung.“
Bild: Andrea Rausch (links) und ihre Chefin Sabrina Sieger
 
Unternehmertreff zum Thema Psychologie der Worte

Direkt mit der Lösung anfangen

STRAELEN Beim Unternehmertreff von Agrobusiness Niederrhein e.V. drehte sich alles um das Thema Kommunikation. Regine Woywod, Kommunikationstrainerin und Klaus Kost, Inhaber der Werbeagentur Jost und Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein, referierten über das „gewusst wie“ zur Vermeidung von Missverständnissen und einer insgesamt verbesserten Kommunikation miteinander. „Botschaften müssen rational und emotional vom gegenüber verstanden werden“, machten Regine Woywod und Klaus Jost deutlich.
Die Agentur aus Mönchengladbach hat bereits umfangreiche Erfahrungen in der Erarbeitung spezieller Marketingkonzepte und Auftritte für Unternehmen aus dem Agrobusiness. Für die 25 Teilnehmer des Unternehmertreffs hatten sie einige erfolgreiche Beispiele und Tipps zu den Themen „Wie Menschen auf Menschen wirken“ und „Psychologie der Worte“ im Gepäck.
Dabei ging es für die Teilnehmer bei aktiver Mitarbeit darum, wie man einen Satz mit Körpersprache, Ton und Stimme unterschiedlich dem Gegenüber rüberbringen kann. Ein weiteres Thema war das Umwandeln von Negativsätzen. „Nicht sagen, was nicht geht, sondern direkt mit der Lösung anfangen“, so Regine Woywod. Dabei soll der Sprechende darauf achten, dass er Konjunktive und Negativformulieren, wie zum Beispiel (kein) Problem, (nicht) bereuen, (keine) Sorge, weg lässt. Solche Formulierungen hinterlassen im Nachhinein einen schlechten Eindruck.
„Kommunikation ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Unternehmer und Geschäftspartner, aber auch zwischen Unternehmer und Mitarbeiter. Kleine Worte und Gesten können eine große, manchmal vielleicht auch falsch verstandene Wirkung haben“, so Georg Hanka, Gartenbaubetrieb Hanka und Mitglied von Agrobusiness Niederrhein e.V. Es ist daher wichtig auf seine eigene Körpersprache und Intonation dem anderen gegenüber zu achten. „Positives Reden hat auch eine positive Wirkung auf sich selbst“, schloss Frau Woywod eine interessante Veranstaltung ab, der die Teilnehmer sehr gerne noch länger zugehört hätten.
Bild: Die Teilnehmer übten die Umsetzung von Körpersprache und Stimme an Beispielen


Agrobusiness besichtigt die Veiling Rhein-Maas

Pflanzen am laufenden Band

Die einzige Blumen- und Pflanzenversteigerung Deutschlands steht am Niederrhein, direkt an der Deutsch-Niederländischen Grenze. Die Veiling Rhein-Maas ist ein Joint Venture zwischen Landgard und FloraHolland, das am 29. November 2010 gegründet wurde. So brachte Veiling Rhein-Maas die beiden führenden Unternehmen des Zierpflanzensektors zusammen.
Gemeinsam mit seinem Mitglied der Veiling Rhein-Maas hatte Agrobusiness Niederrhein zum Unternehmertreff nach Straelen-Herongen eingeladen. Über 30 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt. Sie mussten früh aufstehen, denn bereits ab 06:00 Uhr laufen die ersten Blumen und Pflanzen über die Uhr. Nach der Versteigerung gilt es, die versteigerten Produkte möglichst schnell auf die LKWs der Käufer zu verladen, die an den Hallen angedockt sind.
Es wurde die Versteigerungshalle besichtigt, in der die Käufer an fünf Tagen pro Woche die Produkte von insgesamt ca. 2.400 Gartenbaubetrieben ersteigern. Hierfür stehen 608 Tribünenplätze mit PC und Touchscreen zur Verfügung. Über acht hochmoderne Versteigerungsuhren wechseln die Blumen und Pflanzen im Sekundentakt den Besitzer. Jährlich finden so etwa 5 Millionen Transaktionen zwischen der Versteigerung und dem Groß- und Fachhandel statt. Der gesamte Umsatz der Veiling Rhein-Maas betrug im Jahr 2014 mehr als 330 Millionen Euro.
Auf einer Fläche so groß wie 19 Fußballfelder werden bei der Veiling Rhein-Maas Blumen und Pflanzen verkauft und kommissioniert. Im Hintergrund sorgen bis zu 480 Mitarbeiter für einen reibungslosen Ablauf. Sie sorgen dafür, dass jährlich 1,3 Millionen Karren über die 10 km lange Kettenbahn ihren richtigen Zielort erreichen oder sie nutzen kleine Elektrofahrzeuge, an denen die Karren angehängt werden, um sie dann flott an die Stelle zu bringen, an der sie gebraucht werden.
„Es hat sich gelohnt, so früh aufzustehen“ sagt Jens Mevissen, Technischer Betriebsleiter von Mercedes Herbrand (Nutzfahrzeugservice für alle Marken). „Es ist beeindruckend zu sehen, in welchem Tempo diese großen Mengen an Pflanzen hier ihren Käufer finden und welche logistischen Abläufe notwendig sind, um die Pflanzen von der Anlieferung durch den Gärtner, bis zum LKW des Käufers zu transportieren.“
„Der Einkauf an der Versteigerung ist für unsere Kunden aber nicht an den Standort Herongen gebunden“, sagt Ruud Knorr, Geschäftsführer der Veiling Rhein-Maas, „Wir müssen mit der Zeit gehen. Die Zahl unserer Fernkaufkunden, die online vom Arbeitsplatz oder von Zuhause aus an der Versteigerung teilnehmen, steigt.“ Noch viele weitere Projekte stehen auf der Agenda der Veiling Rhein-Maas, unter anderen beteiligen sie sich an der Landgard-Kampagne „Blumen – 1000 gute Gründe“. Ruud Knorr: „ Mit dieser Initiative macht Landgard darauf aufmerksam, dass Blumen aus gutem Grund immer noch die schönste Art sind, Menschen eine Freude zu bereiten. Ziel ist, die Bedeutung von Blumen und Pflanzen stärker im Bewusstsein der Verbraucher zu verankern.“
Mehr als 30 Teilnehmer folgten der Einladung zur Besichtigung der einzigen Versteigerung Deutschlands.
Versteigerungshalle der Veiling Rhein-Maas
 

 

Agrobusiness, die grenzüberschreitende Wirtschaftskraft stellt sich vor!

Dass die Wertschöpfungskette Agrobusiness, angefangen von der Landwirtschaft und dem Gartenbau über die Zulieferer, den Handel, der Logistik und der Ernährungswirtschaft, in der Deutsch-Niederländischen Grenzregion eine starke Wirtschaftskraft darstellt, das haben Studien bereits belegt. Auf dem Deutsch-Niederländischen Wirtschaftsforum im Borussia-Park Mönchengladbach wurde das in diesem Jahr zum ersten Mal durch eine gemeinsame Präsentation deutlich. Unternehmen und Institutionen aus Gelderland, Limburg und dem Niederrheins stellten ihre Leistungen vor. Die Besucher informierten sich z.B. über den Handel von Zierpflanzen, Marketingangeboten
im Agrobusiness oder zu Projektthemen aus der Logistik.
Wenn man in der Grenzregion unterwegs ist, begegnet man der Branche täglich. LKWs bringen die Produkte zum Kunden, die auf den
fruchtbaren Äckern oder in den Gewächshäusern gewachsen sind. Die deutsch-niederländische Grenzregion zählt zu den innovativsten Agrobusiness-Regionen Europas. Die starke Konzentration der Unternehmen führt zu wertvollem Austausch an Know How und intensiver Zusammenarbeit bis zur Gründung deutsch-niederländischer Unternehmen.
Ein Bespiel dafür ist die Veiling Rhein–Maas, die als Joint Venture für Blumen und Pflanzen vom Gärtner bezieht und an den Blumenhandel weiter verkauft. Sie ist aus dem Zusammenschluss zweier Genossenschaften, eines niederländischen und eines niederrheinischen Unternehmens hervorgegangen und heute zieht sich die deutsch-niederländische Ausrichtung durch das gesamte Unternehmen. „Das fängt an bei den Gärtnern, die uns mit Pflanzen von beiden Seiten der Grenze beliefern und es geht über die Mitarbeiter bis zu den Kunden“, sagt Ruud Knorr, Geschäftsführer der Veiling-Rhein Maas. „Wir sprechen beide Sprachen im täglichen Geschäftsverkehr und vereinen so das Beste aus beiden Kulturen.“
Auch Michael Bongers, Geschäftsführer der GASA Germany, schätzt die internationale Ausrichtung seines Unternehmens. „Wir beziehen Blumen und Pflanzen vom Niederrhein, aber auch aus den angrenzenden Niederlanden und verkaufen Sie weltweit. Unsere Mitarbeiter wohnen teils in den Niederlanden und arbeiten am Niederrhein. Wir profitieren von der multikulturellen Ausrichtung in unserem Unternehmen, stoßen aber immer wieder auf Schwierigkeiten, wenn es um unterschiedliche Regelungen beim Arbeitsrecht, dem Steuerrecht oder dem Handelsrecht geht.“ Michael Bongers wünscht sich eine Abschaffung dieser Barrieren, die den täglichen Ablauf in den Unternehmen erschweren und für die Mitarbeiter unnötige Belastungen bedeuten.
Vertreter aus Limburg, Gelderland und dem Niederrhein sind sich einig, dass Hindernisse in der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit weiter abgebaut werden müssen und dass man mehr erreichen kann, wenn man sich gemeinsam für die Interessen der grenzüberschreitenden Region einsetzt.
Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein e.V. war zufrieden mit der Präsentation an diesem Tag. „Es sind neue Kontakte geknüpft und bestehende vertieft worden“, sagt Dr. Schirocki, „das ist unser Ziel. Denn Netzwerken ist der Schlüssel zu innovativen Ideen, die in Kooperationen münden und so zur Wirtschaftskraft des Agrobusiness in der Region beitragen.“

v.l. Michael Bongers, GASA Germany und Ruud Knorr, Veiling Rhein-Maas, auf dem Deutsch-Niederländischen Wirtschaftsforum im Borussia-Park
Im Gespräch zu Agrobusiness Niederrhein e.V.

 

Unternehmertreff in Kevelaer

Agrobusiness-Niederrhein zu Besuch bei GASA Germany

In der vergangenen Woche bekamen dazu rund 45 Besucher die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen des Pflanzenvermarkters „GASA Germany“ in Kevelaer zu werfen. Nach einer Führung durch rund 8.000 qm Logistikfläche erklärte Geschäftsführer Michael Bongers die Vermarktung von Topfpflanzen und lieferte damit eine informative Grundlage für zahlreiche, interessante Gespräche unter den Besuchern.
Vertreter von Städten oder Universitäten zeigten sich ebenso begeistert wie zahlreiche Gartenbauunternehmer oder Wirtschaftsförderer. Die Firmenpräsentation der GASA Germany vereinte Fachwissen aus der grünen Branche mit wirtschaftlichem Know-how und sprach damit die Bedürfnisse aller vertretenen Interessengruppen gleichermaßen an.
Das Kerngeschäft der GASA Germany ist der Einkauf und Vertrieb von Topfpflanzen aus über 800 Gartenbaubetrieben, die meisten davon sind am Niederrhein beheimatet. Das Hauptgeschäft stellen Zierpflanzen für Beet und Balkon sowie die herbstlichen Eriken und Callunen dar. Rund 4.100 LKWs voller Pflanzen wurden im letzten Jahr von Kevelaer aus verkauft, 75 % davon gehen ins europäische Ausland und sogar bis nach Island und Japan. Die GASA Germany ist damit ein Vorreiter für die Erschließung neuer Märkte in der grünen Branche.
„Wir sind hochzufrieden mit der Veranstaltung und haben eine tolle Resonanz bekommen. Ein gutes Netzwerk ist die Grundlage für wirtschaftliche Weiterentwicklung und wir freuen uns mit der GASA Germany dazu beitragen zu können“, so Michael Bongers.
Für Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein, ist die Expansion der GASA Germany ein Beispiel für die Entwicklung des Agrobusiness in der Region. „Am Niederrhein, aber auch in der niederländischen Grenzregion sind Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette angesiedelt, die Waren und Dienstleistungen anbieten. Sie kommunizieren miteinander und tauschen sich aus. So legen sie Grundstein für eine positive Entwicklung des Agrobusiness am Niederrhein. Als Netzwerkinitiative unterstützen wir diesen Know How Transfer und dass es dafür Bedarf gibt, hat die Teilnehmerzahl an dieser Veranstaltung gezeigt.“

Rund 45 Teilnehmer folgten der Einladung von Agrobusiness Niederrhein zum Unternehmertreff nach Kevelaer zur GASA Germany GmbH.
 

 

Agrobusiness Niederrhein besichtigt Gebr. Cox GmbH

Der Umwelt zuliebe und für die Region!

„Cox goes green“ bedeutet Energie einsparen, Ressourcen effizient nutzen und das in allen Bereichen des Unternehmens. Die Aktivitäten der Gebr. Cox GmbH, die unter den Begriff nachhaltiges Wirtschaften zusammengefasst werden, sind nicht abstrakt, sondern sie sind konkret mit Wirkung auf das Unternehmen, die Region und nicht zuletzt auf die Umwelt.
„Wir haben nicht den kurzfristigen Erfolg im Fokus, sondern wollen auch in Zukunft unter bestmöglicher Nutzung unserer Ressourcen erfolgreich wirtschaften“, sagt Hans-Gerd Cox, Geschäftsführer von Gebr. Cox GmbH. „Unsere Familie ist bereits seit 32 Jahren in der Vermarktung von Pflanzen tätig und damit hat der langfristige Gedanken bei uns Tradition.“
Die Temperaturführung in den Logistikhallen von Gebr. Cox muss stimmen, damit sich die Pflanzen wohl fühlen und so frisch und gesund auf den Weg zum Verbraucher gehen. Im Sommer muss gekühlt und im Winter geheizt werden. Das geschieht bei den Gebr. Cox mittels einer energieeffizienten Luft-Wasser-Kompressionspumpe. Der gasbetriebene Motor verdichtet ein Kältemittel und gewinnt so Wärme oder Kälte aus der Außenluft und aus der Abgas- und Motorwärme. Damit wird eine Einsparung gegenüber herkömmlichen Systemen von
bis zu 38 % erreicht.
Auch am Strom soll eingespart werden. Daher basiert das Cox-Lichtkonzept auf einer vom Tageslicht abhängigen Lichtsteuerung im Verwaltungs- und Hallenbereich. Die energiesparende Niedervolt-LED-Technik senkt somit nicht nur Energieverbrauch und –kosten, sondern auch den CO2-Ausstoß.
Und auch die Region profitiert von kurzen Wegen. 80 % der Produkte bei Cox stammen von Lieferanten aus der Region. Kurze Transportwege garantieren frische Produkte und verringern die Ausstoßmenge an CO2.
„Mit diesen Konzepten wollen wir ein Beispiel geben und die gesamte Kette im Sinne der Nachhaltigkeit weiter entwickeln“, sagt Hans-Gerd Cox. „Wir streben eine stärkere Umweltzertifizierung unserer Züchter und Lieferanten an“ fügt er hinzu. „Gemeinsam können wir sehr viel erreichen und eine starke Agrobusiness Region, die sich durch innovative Ansätze und nachhaltiges Wirtschaften kennzeichnet, hat Zukunft. An diesem gemeinsamen Ziel arbeiten wir zusammen mit Agrobusiness Niederrhein e.V..“
Für sein Energiekonzept wurde Cox GmbH 2010 mit dem TASPO-Award - Großhandelsunternehmen des Jahres ausgezeichnet.
Bild: Teilnehmer des Unternehmertreffs von Agrobusiness Niederrhein e.V. bei Gebr. Cox GmbH informieren sich über nachhaltiges Wirtschaften
 

 

Agrobusiness Niederrhein besichtigt FloriFair

Ressourcen schonen – durch modernste Umwelttechnik im Zierpflanzenbau


Die größte Freilandproduktion Europas mit rezirkulierendem Wassersystem war Ziel einer Besichtigung von Agrobusiness Niederrhein e.V. bei Eurofleurs, einem Mitglied des Vereins. FloriFair, eine Tochtergesellschaft von Eurofleurs, steht für ein 100ig % geschlossenes Anbauverfahren für Callunen im Freiland. Hierbei wird nahezu das gesamte Brauchwasser auf einer Fläche von 15 Hektar nach dem Gießen wieder aufgefangen, in Bio-Langsamfiltern natürlich gereinigt und anschließend wieder für die Wässerung der Kulturen bereitgestellt. Die Menge, die durch den Bedarf der Pflanzen verlorengeht, füllt der niederrheinische Regen verlässlich wieder auf. So werden jährlich 70 – 90 Millionen Liter Wasser eingespart, was dem Tagesbedarf von 500.000 Menschen in Deutschland entspricht.
„Wir möchten mit dieser Produktionsweise einen Beitrag zur Umwelt leisten, und zeigen einfach, wie man es machen kann.“, so Christine Elbers, Geschäftsführerin von Eurofleurs-Elbers GmbH & Co. KG. „Natürlich entstehen bei diesem Produktionsverfahren höhere Kosten. Entscheidend ist die Kommunikation zum Konsumenten, denn nur, wenn er einen Teil der Mehrkosten mitträgt, können wir das System betreiben.“
Die Teilnehmer faszinierte die automatische Absetzanlage für Topfpflanzen, die über ein GPS-Signal milimetergenau platziert. Nur so
kann der Gießstrahl jeden Topf genau treffen und es wird verhindert, dass das Wasser in großen Mengen ungenutzt auf den Boden trifft. „Solche Innovationen müssen viel bekannter gemacht werden.“ sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein e.V. „Unsere Mitglieder sind interessiert, informieren sich und tauschen sich bei solchen Veranstaltungen aus. So verbreiten sich Informationen und entwickeln sich Netzwerke, die für die Wirtschaftskraft des Agrobusiness am Niederrhein von herausragender Bedeutung sind.“
Bild: Teilnehmer des Unternehmertreffs im Betrieb Eurofleurs informieren sich über die automatische Absetzanlage für Topfpflanzen
 

 

Fruchtbare niederländisch-deutsche Begegnung in Sibirien!

Personalbedarf im Agrobusiness – Qualifizierte Fachkräfte werden gesucht!

Die Firma „Gubbels B.V.“, im Gewächshauspark Sibirien im niederländischen Maasbree war Gastgeber der Fachtagung zum Thema Personalbedarf und Personalentwicklung im Agrobusiness. Teilnehmer waren Unternehmerinnen und Unternehmer sowie deutsche und niederländische Expertinnen und Experten der regionalen Arbeitsmarkt- und Branchenentwicklung.
Bei Erik Gubbels wachsen auf 16 ha rote, gelbe und grüne Paprika. Der Gartenbaubetrieb wurde im letzten Jahr mit mehreren Preisen als innovatives Unternehmen ausgezeichnete. Beim Rundgang wurde deutlich, dass moderne, technisch komplexe Produktionsformen und ein ressourcenschonender, nachhaltiger Anbau und Vertriebsprozess keinen Widerspruch sein müssen. Modernes Personalmanagement ist für den Erik Gubbels Voraussetzung für einen erfolgreichen Betrieb. „Wir beschäftigen qualifiziertes Leitungspersonal und setzen auf wenige Hierarchieebenen, so halten wir die Personalkosten unter Kontrolle“.
Die Ergebnisse einer Unternehmensbefragung zum Thema Personalbedarf und Personalentwicklung wurden von den Durchführenden der Studie, dem IMBSE GmbH mit Sitz in Krefeld sowie „Citaverde College“ aus der Provinz Limburg, vorgestellt. Die Befragung wurde durch die „EUREGIO Rhein-Maas“ im Rahmen eines INTERREG-Programms gefördert. Die Ergebnisse ergaben das Bild einer vitalen Zukunftsbranche, die unter dem Begriff Agrobusiness zusammengefasst ist. „Die befragten Unternehmen machten deutlich, dass sie auf motivierte und engagierte Mitarbeiter mit einem hohen Qualifikationsniveau angewiesen sind“, berichtet Harald Maaßen, IMBSE GmbH, „Personalgewinnung und Weiterbildung haben daher einen hohen Stellenwert in den Unternehmen“. In der niederländischen Provinz wird das genauso gesehen. „Niederländische Unternehmen sind auf dem internationalen Markt unterwegs. Sie setzen bei ihren Mitarbeitern daher auf Kompetenzen in der Kommunikation und dem Vertrieb“, ergänzt Marcel Creemers vom „Citaverde College“.
Verschiedene deutsche und niederländische Studien haben gezeigt, dass der demographische Wandel zu einem Fachkräftemangel grenzüberschreitend führen kann. „Jetzt müssen noch mehr Anstrengungen unternommen werden, um jungen Menschen, die die Schule verlassen, die vielfältigen Berufschancen im Agrobusiness nahe zu bringen“, sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin Agrobusiness Niederrhein e.V. „Wir werden das Thema aufgreifen und unterstützen das Projekt von IMBSE GmbH und „Citaverde“.
Foto: Paprika auf dem Weg vom Gewächshaus zum Kunden
 

 

Eine Biogasanlage als Beispiel für ein effizientes Stoffmanagment

Auf Biogas gesetzt 

Hamminkeln, Ressourcen möglichst effizient einsetzen – das ist heute eine wesentliche Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit eines Unternehmens. Eine wichtige Aufgabe ist daher, die Produktionsprozesse immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, um sie noch effektiver zu gestalten. Um das Thema „Effizienz im Stoffstrommanagement“ an einem konkreten Beispiel zu veranschaulichen, luden Agrobusiness Niederrhein e.V. gemeinsam mit der Effizienz-Agentur NRW zur Besichtigung der Körner Biogasanlage in Dingden ein.
Stillstand geht auch in der Landwirtschaft nicht. Daher standen Johannes und Christian Körner vor vier Jahren vor der Entscheidung entweder in die Schweinemast einzusteigen oder eine Biogasanlage zu bauen. Die Entscheidung fiel auf die Biogasanlage, in der neben Mais und Gülle auch Zuckerrüben verarbeitet werden. „Das erneuerbare-Energien-Gesetz von 2009 hat uns die Entscheidung erleichtert. Doch vor der Anlagenplanung stand die Frage, was wir mit der Wärme machen“, sagt Johannes Körner. Bei der Suche nach Abnehmern fanden sie schnell die benachbarte Akademie Klausenhof. Zudem werden über das Nahwärmenetz in Dingden eine Sporthalle, der städtische Kindergarten, die Hauptschule und das Freibad beheizt.
Die Rohstoffe werden selber angebaut oder von benachbarten Landwirten geliefert. „Um den Anteil von Mais und Rüben zu reduzieren versuchen wir derzeit Mist in den Gärprozess zu integrieren“ erklärt Christian Körner. Die Anlage erzeugt Wärme und Gas, mit dem die benachbarten Gebäude beheizt werden. Ein eigenes Blockheizkraftwerk wird mit dem Gas betrieben und erzeugt Strom für den Eigenbedarf und die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz. Jährlich werden 5,3 Millionen Kilowatt Strom und 5,6 Millionen Kilowatt Wärme erzeugt. Damit könnten 1.600 Haushalte versorgt werden.
Wenn es um die Prozessoptimierung geht, dann ist die Effizienz-Agentur NRW der richtige Ansprechpartner. Mit dem Ziel die Effizienz z.B. durch die Reduzierung des Rohstoffeinsatzes, Senkung der Produktionskosten oder Steigerung der Produktqualität zu steigern, werden zunächst Effizienzpotentiale herausgestellt und mit dem Unternehmen und mit fachlicher Begleitung, Empfehlungen für konkrete Maßnahmen erarbeitet. „Es lohnt sich für das Unternehmen, denn die Folge sind Einsparungen und die Beratung selber wird mit bis zu 50 % der Kosten gefördert“, erklärt Henning H. Sittel von der Effizienz-Agentur NRW.
Effizienzsteigerung ist nicht nur innerhalb des Unternehmens möglich, sondern auch durch eine bessere Abstimmung zwischen den einzelnen Gliedern der Wertschöpfungskette. „Das ist ein Grund warum wir Unternehmen und Institutionen der Wertschöpfungskette Agrobusiness in einen intensiveren Austausch bringen“, sagt Christan Wagner, 1. Vorsitzender von Agrobusiness Niederrhein. Agrobusiness Niederrhein e.V. bietet mit derartigen Veranstaltungen Informationen zu verschiedenen Themen aber auch Gelegenheit zum Austausch. Daraus entwickeln sich Kontakte und eine intensivere Vernetzung. Das nutzt denn Unternehmen und nicht zuletzt der gesamten Region.
Foto: Christian Körner, Christian Wagner, Johannes Körner
 

 

 

Unternehmertreff zum Thema "Mit High-Tech zur Nachhaltigkeit" im Versuchszentrum Gartenbau Straelen

Der elektronische Gärtner ist immer einsatzbereit!

STRAELEN, 10. April Der elektronische Gärtner arbeitet Tag und Nacht und meldet sofort, wenn erste Anzeichen auf Krankheiten oder Schädlinge an den Pflanzen im Gewächshaus hinweisen. Der Gärtner aus Fleisch und Blut hat dann die Kontrolle, wenn es darum geht die Informationen, die der elektronische Gärtner auf sein Handy geschickt hat zu bewerten und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten.
Immer mehr High-Tech zieht in das Gewächshaus ein, um den Pflanzen das Wachstum noch einfacher zu machen. Diese innovativen Techniken, die im Zusammenspiel von Sensoren-, Roboter- und Computertechnik arbeiteten, werden derzeit im Versuchszentrum Gartenbau in Straelen untersucht und weiter entwickelt. Die Landwirtschaftskammer NRW beteiligt sich mit dem Versuchszentrum an dem Projekt „Gezonde Kas“ und ist einer der wichtigsten Partner in diesem deutsch-niederländischen Projekt.
Peter Tiede-Arlt, Versuchsleiter Zierpflanzen im Versuchszentrum Gartenbau Straelen, stellte im Rahmen eines Unternehmertreffs den Mitgliedern von Agrobusiness Niederrhein e.V. diese Arbeit vor. „Die Entwicklung in der Technik schreitet schnell voran und in absehbarer Zeit wird es möglich sein, Daten weiter automatisiert aufzunehmen, um die Klimafaktoren effektiver steuern zu können. Dies trägt zur Nachhaltigkeit beim Pflanzenwachstum erheblich bei“, erklärt Peter Tiede-Arlt.
„So viele Innovationen im Agrobusiness finden am Niederrhein statt. Diese Innovationen müssen viel bekannter gemacht werden.“ sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein e.V. „Unsere Mitglieder wollen mehr über diese Innovationen wissen. Sie informieren sich, tauschen sich aus und erzählen dies weiter. So verbreiten sich Informationen und entwickelt sich ein Netzwerk, das für die Wirtschaftskraft des Agrobusiness am Niederrhein von herausragender Bedeutung ist.“
Wer mehr über diese innovative Entwicklung wissen möchte, sollte sich den 1. und 2. Oktober 2014 vormerken. Dann hat das Versuchszentrum die Türen für Besucher offen und man kann den elektronischen Gärtner vor Ort besichtigen.
Foto: Peter Tiede-Arlt und Dr. Anke Schirocki mit dem elektornischen Gärtner
 

 

Netzwerk stärken für die „Agrobusiness Kompetenzregion“

Der Niederrhein und die angrenzende niederländische Grenzregion ist die „Kompetenzregion für das Agrobusiness“. Hier ist die gesamte Wertschöpfungskette vertreten und damit das Wissen, das die Branche braucht. Unternehmen benötigen Wissen für ihre Innovationen und die Schnelligkeit mit der das Wissen erworben wird, ist ausschlaggebend für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und schließlich für die Wirtschaftskraft der gesamten Region.
Wie kann der Wissenstransfer unterstützt und beschleunigt werden? Welches Wissen wird gebraucht? Diese Fragen diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Institutionen vom Niederrhein und aus der Provinz Limburg auf Einladung von Agrobusiness Niederrhein. Die Antwort war deutlich: Wir brauchen Datenbanken mit Informationen zu den Unternehmen und zum regionalen und überregionalen Fachwissen. Aber das alleine reicht nicht. Genauso wichtig sind der Ausbau von Netzwerken und die Koordinierung dieser Netzwerke über zentrale Ansprechpartner.
„Wir haben schon verschiedene Netzwerke, Aktivitäten und Projekte in der Region. Doch jetzt gilt es diese Aktivitäten zusammenzuführen und das Wissen daraus viel stärker nutzbar zu machen.“ sagt Karsten Palme, Managing Direktor der Firma Compass GmbH, der bereits umfangreiche Erfahrungen mit Projekten in der Region sammeln konnte. Dabei müssen die Netzwerkstrukturen auch über die Grenze hinaus ausgebaut werden. Daran sind auch die niederländischen Partner aus der Provinz Limburg interessiert. „Wir wollen unser Wissen einbringen und die Zusammenarbeit der Bildungs- und Forschungseinrichtungen fördern, um die (eu)regionale Ökonomie zu stärken. Des Weiteren sollten wir alle die Chancen für Synergien nutzen, die sich aus der grenzüberschreitenden engen räumlichen Verzahnung ergeben, “ meint Jan van Hees vom Greenport Venlo.
„Agrobusiness Niederrhein e.V. will diese Aufgabe gerne übernehmen und sein Netzwerk erweitern, damit viel mehr Unternehmen davon profitieren“ sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein e.V. „Wir setzen auf die Unterstützung der Unternehmen und beabsichtigen weitere Mittel für diese Aufgabe in die Agrobusiness Region zu holen.“
 
 

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