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Fernwärme ganz nah: Kraftwerk heizt Tomaten

Agrobusiness zum Unternehmertreff in Neurath


Sorgte für Interesse bei den Teilnehmern: vollautomatischer Tomatentransport im Gewächshauspark Neurath. Foto (alle Rechte bei Agrobusiness Niederrhein):
von Admin am 09/12/2011

 

Neurath/Straelen - Zu Gast bei einem nicht alltäglichen Kooperationsprojekt waren rund 30 Teilnehmer des Unternehmertreffs von Agrobusiness Niederrhein. Im Gewächshauspark Neurath erfuhren Sie, wie vier Gärtner mit Hilfe des Energieversorgers RWE Power auf einem ehemaligen Tagebaugelände erfolgreich Tomaten produzieren.

Auf elf Hektar werden bereits seit Juni in Nordrhein-Westfalens größtem Gewächshauspark Rispentomaten angebaut, eine Erweiterung ist möglich. 6000 Tonnen Tomaten der Sorte „Lyterno“ wollen Dirk Drießen, Carsten Knodt und Matthias Draek aus dem Raum Straelen dann gemeinsam mit ihrem Düsseldorfer Kollegen Wilhelm Baum hier jedes Jahr ernten. Die benötigte Energie zur Beheizung der riesigen Fläche kommt gleich von ne-benan, und zwar per Fernwärme aus dem RWE-Kraftwerk, das sich in Sichtweite befindet. Zudem entwickle man vor Ort auch den Einsatz von Niedrigtemperaturwärme, berichtete Wilfried Pakmor von RWE Power den Besuchern. „Durch ein spezielles Heizsystem wollen wir die Beheizung mit 40 Grad statt wie bisher 70 Grad warmem Wasser weiterentwickeln.“ Bei der Vermark-tung des Nachtschattengewächses erhält das Quartett Unterstützung von der Vermarktungsorganisation Landgard, welche bereits bei der Projektentwicklung beteiligt war.

Neuste Technik im Einsatz
Die günstige Energie ist jedoch nur ein Element der erfolgreichen Kooperation. „Der Einsatz neuester Technik ist für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ebenso wichtig“, erklärte Wilhelm Baum den Teilnehmern. Seit Erntebeginn Ende Oktober haben die 30 Mitarbeiter daher vollautomatische Unterstützer an ihrer Seite. Zielsicher transportieren die per Funksignal gesteuerten Fahrzeuge die Tomaten zwischen den engen Gängen von der Produktion in die Abpackhalle. „Sie tragen damit maßgeblich zur Optimierung und effizienteren Gestaltung der Arbeitsabläufe bei“, so Baum weiter.

Dr. Anke Schirocki, stellvertretende Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein, betont den Modellcharakter des Kooperations-Projekts: „Als Netzwerkinitiative wollen wir den Erfahrungsaustausch unter unseren Partnern fördern. Das Projekt aus Neurath, also die Kombination von modernster Technik und nachhaltiger Energieversorgung, hat den Teilnehmern einen Einblick in die Innovationskraft des niederrheinischen Agrobusiness gewährt. Die Idee einer Vernetzung von Kompetenzen wurde hier vorbildlich realisiert.“


Pressekontakt

Geschäftsstelle Agrobusiness Niederrhein
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