Altersvorsorge und Mitarbeiterbindung können so nahe liegen!

Die gesetzliche Altersvorsorge reicht heute nicht mehr aus. Das gilt insbesondere für Frauen, die viel häufiger als Männer Teilzeit arbeiten oder für die Kindererziehung für längere Zeiten aus dem Berufsleben ausscheiden. Besonderen Regelungsbedarf haben dabei Frauen, die in landwirtschaftlichen Betrieb eingeheiratet haben und auf dem Hof eingebunden sind. „Denn noch heute gilt für viele landwirtschaftlichen Betriebe die Höfeordnung mit be-sonderem Erbrecht, nach der bei Todesfall des Mannes das älteste Kind den gesamten Betrieb erbt. Die Frau erhält dann ein lebenslanges Wohnrecht, für Altenteilsleistung ist sie jedoch vom Kind abhängig“, sagt Margret Tischler von der Landwirtschaftskammer NRW auf einem Unternehmertreff beim Steuerberater Steger, zu dem Agrobusiness Niederrhein eingeladen hatte. Diese Tatsache erzeugte Erstaunen unter den 20 Teilnehmern, die vorwiegend aus landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Unternehmen kamen. „Noch schwieriger für die Frau ist es bei einer Scheidung“, fügt sie hinzu, „ein angemessener Ausgleich sollte in einem Ehevertrag geregelt sein, sonst kann es passieren, dass die Frau den Hof ohne Unterhalt und Altersversorgung verlassen muss, obwohl sie jahrelang mitgearbeitet hat.“ Zum Thema Altersvorsorge weist Tischler darauf hin, dass ein Riestervertrag ein Baustein sein kann, alleine reicht er jedoch nicht aus. Es gibt viele Möglichkeiten, die jedoch sehr individuell betrachtet werden sollten.

Die Veranstaltung fand in den neuen Räumlichkeiten beim Mitglied von Agrobusiness Niederrhein Steuerberater Steger, Am Nierspark in Geldern, statt. „Der Umzug war notwendig geworden, weil es in Pont für die steigende Zahl der Mitarbeiter einfach zu eng geworden war“, erklärt Nobert Steger, „hier fühlen wir uns jetzt richtig wohl und können auch unseren Kunden alle Annehmlichkeiten eines modernen Gebäudes bieten“.

Steger stellte den Teilnehmern in seinem Vortrag Möglichkeiten vor, wie Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern neben dem regelmäßigen Gehalt, Leistungen zukommen lassen können und wie diese steuerlich zu betrachten sind. Möglichkeiten bieten sich im Rahmen von Warengutscheinen oder Leistungen zur Gesundheitsförderung.