Gefördert durch:

Aktuelles

V. r.: Dr. Anke Schirocki, Dr. Franz Stein, Tanja Streubel und Marcus Trappe
Downloads
Aus dem Projekt "Agropole Innovates"

Von Upcycling bis Gartenbau: FairKaufHaus stärkt die Grüne Branche und ist jetzt Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein

Seit über 25 Jahren verbindet das FairKaufHaus in Geldern Nachhaltigkeit mit sozialem Engagement. 2025 feierte die Einrichtung ihr Jubiläum. Träger ist die caritas-betriebe gGmbH, zu der neben dem Standort in Weeze auch der Klostergarten in Kevelaer mit Inklusionshotel und Küche gehört.

In Geldern reicht das Spektrum längst über ein klassisches Second-Hand-Kaufhaus hinaus: Neben dem Verkaufsbereich gibt es einen Möbelmarkt, eine Haus- und Gartenabteilung sowie eine Upcycling-Projektgruppe, in der kreative und nachhaltige Produkte entstehen. In diesen Bereichen bietet das FairKaufHaus Teilnehmern die Möglichkeit, durch die Ausübung geförderter Arbeitsmaßnahmen ihren Weg zurück in den Arbeitsmarkt zu finden. Im Rahmen der Mitgliedschaft bei Agrobusiness Niederrhein tauschten sich Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin des Netzwerks, sowie Projektkoordinator Marcus Trappe mit Dr. Franz Stein und Tanja Streubel aus.

 
v.r.: Dr. Anke Schirocki, Dr. Franz Stein, Tanja Streubel und Marcus Trappe
Foto: Agrobusiness Niederrhein

Franz Stein hat vor Kurzem die Bereichsleitung 'Berufliche Integration' in den beiden FairKaufHäusern übernommen. Auf die Frage nach seinen Zielen für die neue Aufgabe antwortet Stein: "Wir sind aktuell dabei, uns in unterschiedlichen Bereichen neu aufzurichten. Nachhaltigkeit hat deutlich an Bedeutung gewonnen – gerade bei jungen Menschen. Second-Hand liegt im Trend und erfährt eine neue Wertschätzung."

Rund 35 Personen sind im FairKaufHaus beschäftigt. Allein in der Gartenabteilung arbeiten vier festangestellte Mitarbeitende, darunter ein Meister. Ein zentraler Auftrag der Einrichtung ist die Integration in den Arbeitsmarkt. "Unsere Teilnehmenden sind Menschen, die nicht den direkten Weg in einen Beruf gefunden haben oder schon sehr lange arbeitslos sind", sagt Stein und fügt hinzu: "Bei uns erhalten sie durch Integrations- und Qualifizierungsmaßnahmen neue berufliche Perspektiven."

Dabei werden sie von qualifizierten Mitarbeitern fachlich angeleitet und sozialpädagogisch unterstützt. "Wir bieten verschiedene Arbeitsgelegenheiten an, bei denen es vor allem darum geht, ins Handeln zu kommen und Selbstvertrauen aufzubauen", erklärt Tanja Streubel. "Ich begleite die Teilnehmenden individuell, unterstütze sie bei Terminen und stelle Kontakte zu Unternehmen her."

Der Haus- und Gartenservice ergänzt als Integrationsbereich das Angebot des FairKaufHaus. Mit ausgebildeten Gärtnern und Teilnehmenden werden zusätzliche Grünarbeiten durchgeführt, insbesondere für gemeinnützige Einrichtungen wie Pflegeheime oder Kindergärten.

Eine besondere Rolle spielt die Upcycling-Abteilung. Hier entstehen unter dem Upcycling-Label der Caritas "Einzigware" aus gebrauchten Materialien neue Produkte – von Nistkästen und Insektenhotels über Hochbeete bis hin zu Möbelstücken und künstlerischen Einzelanfertigungen. Reparatur, Wiederverwendung und gestalterisches Arbeiten greifen dabei ineinander.

"Die Kombination von Upcycling und Gartenarbeit hat Potenzial", sagt der Bereichsleiter. Die Teilnehmenden können praktische Erfahrungen sammeln und sich kreativ einbringen. So gab es bereits Aktionen, bei denen verschiedene Gefäße gebaut und gestaltet, mit Blumen bepflanzt und anschließend einer neuen Bestimmung zugeführt wurden.

Welche Chancen sich daraus ergeben, zeigt ein konkretes Erfolgsbeispiel: Tanja Streubel berichtet von einer jungen Frau, die auf diesem Weg ihren Einstieg in die Grüne Branche gefunden hat. "Die Teilnehmerin war in unserer Gartenabteilung und hat gemerkt, dass das etwas für sie ist", erzählt die Pädagogin mit Stolz. Über eine Ausbildungsmesse entstand der Kontakt zu einem Gartenbaubetrieb, einem Mitgliedsunternehmen von Agrobusiness Niederrhein. Nach einem ersten Gespräch absolvierte sie ein Praktikum. "Eine wirklich tolle Entwicklung", sagt Streubel. "Beim Tag der Ausbildung in Geldern habe ich sie am Stand ihres Ausbildungsbetriebs wiedergetroffen – dort hat sie selbst junge Besucherinnen und Besucher über den Beruf im Gartenbau informiert."

Auch für das Netzwerk Agrobusiness Niederrhein ergeben sich daraus Anknüpfungspunkte. "Fachkräfte und Nachwuchsgewinnung sind zentrale Themen in unserem deutsch-niederländischen Interreg-Projekt Agropole Innovates, das durch das Interreg VI-Programm Deutsch-Nederland unterstützt wird", erklärt Dr. Anke Schirocki. "Hier möchten wir durch gemeinsame Aktivitäten das Interesse an grünen Berufen wecken", betont Trappe, Koordinator des Projekts. "Denkbar sind Workshops für Kinder und Jugendliche, die Upcycling und Pflanzen miteinander verbinden. Wir freuen uns darauf, diese Ansätze weiterzuentwickeln.“

 Weitere Informationen zum FairKaufHaus in Geldern:
Auf der Internetseite heißt es: "Das FairKaufHaus in Geldern bietet gut erhaltene Second-Hand-Waren zu fairen Preisen. Auf über 900 Quadratmetern Verkaufsfläche findet hier jeder, was er sucht – von Schnäppchenjägern über Antiquitätenliebhaber bis hin zu Menschen, die aus gebotener Sparsamkeit aus zweiter Hand einkaufen." Gartenartikel und Arbeitskleidung sind ebenfalls im Sortiment.

Dieses Konzept leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit: Je weniger Kleidung und Güter neu produziert werden müssen, desto geringer ist die Belastung für die Umwelt. Das FairKaufHaus ist Mitglied bei "Re-Use Deutschland“, einem bundesweiten Zusammenschluss sozialwirtschaftlicher und gemeinnütziger Akteure, die sich für Ressourcenschonung und soziale Teilhabe einsetzen.

FairKaufHaus, Ostwall 3-5, 47608 Geldern, 02831 974302 / www.caritas-geldern.de/alle/FairKaufHaus/FairKaufHaus

 
 

 

 

      

Finanzierung des Projekts Agropole Innovates
Das Projekt Agropole Innovates hat noch eine Laufzeit bis einschließlich August 2026 und wird neben den Eigenanteilen der Projektpartner im Rahmen des Interreg VI-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und mit 2,025 Mio. Euro durch die Europäische Union, das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW (MWIKE NRW), das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung (MB Niedersachsen), das niederländische Wirtschaftsministerium (EZK) sowie die Provinz Limburg mitfinanziert.

 

 

Van upcycling tot tuinbouw: FairKaufHaus versterkt de groene sector

Al meer dan 25 jaar verbindt het FairKaufHaus in Geldern duurzaamheid met maatschappelijke betrokkenheid. In 2025 vierde de instelling haar jubileum. De drager is de Caritas-betriebe gGmbH, waartoe naast de locatie in Weeze ook de kloostertuin in Kevelaer met inclusiehotel en keuken behoort.

In Geldern reikt het aanbod inmiddels ruimschoots verder dan een klassieke tweedehandswinkel: naast de verkoopruimte zijn er een meubelafdeling, een huis- en tuinafdeling en een upcycling-projectgroep, waar creatieve en duurzame producten ontstaan. In deze afdelingen biedt het FairKaufHaus deelnemers de mogelijkheid om via gesubsidieerde arbeidsmaatregelen hun weg terug naar de arbeidsmarkt te vinden.

In het kader van het lidmaatschap bij Agrobusiness Niederrhein wisselden dr. Anke Schirocki, directeur van het netwerk, en projectcoördinator Marcus Trappe van gedachten met dr. Franz Stein en Tanja Streubel.

Franz Stein heeft onlangs de leiding over de afdeling ‘Professionele Integratie’ in de twee FairKaufHäuser op zich genomen. Op de vraag naar zijn doelen voor de nieuwe functie antwoordt Stein: “Wij zijn momenteel bezig om ons in verschillende gebieden opnieuw te positioneren. Duurzaamheid heeft duidelijk aan betekenis gewonnen – vooral bij jongeren. Tweedehands is in de mode en krijgt een nieuwe waardering.”

Ongeveer 35 mensen zijn bij het FairKaufHaus in dienst. Alleen al op de tuin afdeling werken vier vaste medewerkers, waaronder een meester-vakman. Een centrale opdracht van de instelling is de integratie op de arbeidsmarkt. “Onze deelnemers zijn mensen die niet de directe weg naar een beroep hebben gevonden of al heel lang werkloos zijn”, zegt Stein en voegt daaraan toe: “Bij ons krijgen zij via integratie- en kwalificatiemaatregelen nieuwe beroepsperspectieven.”

Daarbij worden zij vakinhoudelijk begeleid door gekwalificeerde medewerkers en sociaalpedagogisch ondersteund. “Wij bieden verschillende werkgelegenheidsmaatregelen aan, waarbij het er vooral om gaat weer in beweging te komen en zelfvertrouwen op te bouwen”, legt Tanja Streubel uit. “Ik begeleid de deelnemers individueel, ondersteun hen bij afspraken en leg contacten met bedrijven.”

De huis- en tuinservice vult het aanbod van het FairKaufHaus aan als integratie-afdeling. Met opgeleide hoveniers en deelnemers worden extra groenwerkzaamheden uitgevoerd, met name voor maatschappelijke instellingen zoals verpleeghuizen of kinderdagverblijven.

Een bijzondere rol speelt de upcycling-afdeling. Hier ontstaan onder het upcycling-label van de Caritas “Einzigware” uit gebruikte materialen nieuwe producten – van nestkastjes en insectenhotels tot verhoogde plantbedden en meubelstukken en artistieke unieke creaties. Reparatie, hergebruik en creatief ontwerp grijpen daarbij in elkaar.

“De combinatie van upcycling en tuinwerk heeft potentieel,” zegt de afdelingsleider. De deelnemers kunnen praktische ervaring opdoen en zich creatief ontplooien. Zo waren er al acties waarbij verschillende bakken werden gebouwd en vormgegeven, met bloemen beplant en vervolgens een nieuwe bestemming kregen.

Welke kansen daaruit voortkomen, blijkt uit een concreet succesvoorbeeld: Tanja Streubel vertelt over een jonge vrouw die op deze manier haar weg naar de groene sector heeft gevonden. “De deelneemster werkte in onze tuinafdeling en merkte dat dit echt iets voor haar was,” vertelt de pedagoge trots. Via een opleidingsbeurs ontstond het contact met een tuinbouwbedrijf, een lidbedrijf van Agrobusiness Niederrhein. Na een eerste gesprek liep zij stage. “Een echt mooie ontwikkeling,” zegt Streubel. “Op de dag van de opleiding in Geldern kwam ik haar weer tegen bij de stand van haar leerbedrijf – daar informeerde zij zelf jonge bezoekers over het beroep in de tuinbouw.”

Ook voor het netwerk Agrobusiness Niederrhein ontstaan hieruit aanknopingspunten. “Vakmensen en het aantrekken van jong talent zijn centrale thema’s in ons Duits-Nederlands Interreg-project Agropole Innovates,” legt dr. Anke Schirocki uit.

“Hier willen we door gezamenlijke activiteiten de interesse in groene beroepen stimuleren,” benadrukt Trappe, projectcoördinator. “Denkbaar zijn workshops voor kinderen en jongeren die upcycling en planten combineren. We kijken ernaar uit om deze benaderingen verder te ontwikkelen.”

Meer informatie over het FairKaufHaus in Geldern:

“Het FairKaufHaus in Geldern biedt goed bewaarde tweedehands goederen tegen eerlijke prijzen. Op meer dan 900 vierkante meter verkoopruimte vindt hier iedereen wat hij zoekt – van koopjesjagers en liefhebbers van antiek tot mensen die uit noodzakelijke zuinigheid tweedehands kopen.” Tuinartikelen en werkkleding maken eveneens deel uit van het assortiment. Dit concept levert tegelijk een belangrijke bijdrage aan duurzaamheid: hoe minder kleding en goederen nieuw geproduceerd hoeven te worden, des te kleiner de belasting voor het milieu. Het FairKaufHaus is lid van “Re-Use Deutschland”, een landelijke vereniging van sociaal-economische en non-profitorganisaties die zich inzetten voor hulpbronnenbesparing en sociale participatie. 

FairKaufHaus, Ostwall 3-5, 47608 Geldern, 02831 974302 / www.caritas-geldern.de/alle/FairKaufHaus/FairKaufHaus

 
Het project Agropole Innovates
Het project wordt uitgevoerd in het kader van het Interreg VI-programma Deutschland-Nederland en met 2,025 miljoen euro medegefinancierd door de Europese Unie, het Ministerie van Economische Zaken, de Provincie Limburg en de Duitse ministeries MWIKE NRW en MB Niedersachsen.