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Das Projektteam von „Agropole Innovates“ auf der Abschlussveranstaltung
Aus dem Projekt "Agropole Innovates"

Erfolgreicher Abschluss des deutsch-niederländischen Projekts „Agropole Innovates“

Bereits im Jahr 2021 entstand die Idee für das Projekt „Agropole Innovates“. Initiiert wurde sie vom Verein Agrobusiness Niederrhein aus Straelen, der Gemeente Venray und dem Brightlands Campus Greenport Venlo. Alle drei engagieren sich seit vielen Jahren für die Stärkung der Landwirtschaft, des Gartenbaus und allen Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette in der deutsch-niederländischen Grenzregion. Ziel war und ist es heute noch, Innovationen durch Wissens- und Technologietransfer in der grünen Branche über die Landesgrenze hinweg voranzubringen.
Die Umsetzung des Projekts wurde durch Fördermittel in Höhe von 2,025 Millionen Euro im Rahmen des Interreg VI-Programms Deutschland-Nederland ermöglicht. An der Umsetzung waren neben den drei Initiatoren sieben weitere Projektpartner beteiligt. Die Finanzierung erfolgte durch die Europäische Union, das niederländische Wirtschaftsministerium (EZK), das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIKE NRW), die Niedersächsische Staatskanzlei, die Provinz Limburg und die Projektpartner selbst.
Vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2026 arbeiteten die Partner intensiv zusammen. Neben zahlreichen Veranstaltungen zu aktuellen Themen, die den Erfahrungs- und Ideenaustausch und damit die grenzüberschreitende Vernetzung förderten, wurden verschiedene Maßnahmen im Bereich Fachkräftegewinnung sowie eine breite Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt. Darüber hinaus wurden vier Innovationsprojekte realisiert, bei denen deutsche und niederländische Partner eng zusammenarbeiteten.

Im Projekt „Pig Data“ entwickelten Piglets Treatment System BV und Brand Qualitätsfleisch ein digitales System zur Erfassung und Verknüpfung von Daten einzelner Mastschweine. Dabei werden unter anderem Informationen zu Genetik, Geburtsgewicht, Medikamentengaben, Fütterung, Transport und Schlachtdaten automatisch zusammengeführt und in einer App dem Anwender zur Verfügung gestellt. Dadurch entsteht ein umfassendes Gesamtbild jedes einzelnen Tieres. Die Auswertung dieser Daten kann langfristig den Arbeitsaufwand in den Betrieben reduzieren, die betriebliche Entscheidungsfindung unterstützen, die Wirtschaftlichkeit verbessern und gleichzeitig das Tierwohl fördern. Im Rahmen des Projekts konnten die wesentlichen Funktionen des Systems entwickelt und erprobt werden, sodass Daten einzelner Tiere entlang der Wertschöpfungskette vom Landwirt bis zum Schlachthof digital zusammengeführt werden können.

Das Projekt „Benefits of Frass“ untersuchte das Potenzial von Insektenfrass als Dünger und Bodenverbesserer. Die Hochschule Rhein-Waal führte dazu verschiedene Versuche und Analysen durch, während der Brightlands Campus Greenport Venlo den Austausch mit Insektenmastbetrieben organisierte und geeignete Proben bereitstellte. Die Ergebnisse zeigten, dass die Eigenschaften von Insektenfrass stark von der Insektenart und den eingesetzten Futtermitteln abhängen. Dies führt zu deutlichen Unterschieden in der Nährstoffverfügbarkeit. Positive Effekte konnten insbesondere hinsichtlich der Wasserspeicherfähigkeit des Bodens festgestellt werden. Eine zu hohe Konzentration von Frass kann jedoch auch negative Auswirkungen auf Pflanzen haben. Bei der Verwendung von Insektenfrass als Düngemittel sind daher die insektenfrassabhängige Nährstoffzusammensetzung sowie die teilweise begrenzte Verfügbarkeit zu berücksichtigen. Darüber hinaus erschweren aktuelle rechtliche und hygienische Anforderungen die Einführung von Insektenfrass in den breiten Markt.

Im Projekt „Pro Healthy Tree“ arbeiteten Baum & Bonheur und Compas Agro an der Reduzierung konventioneller Pflanzenschutzmittel und der Vermeidung von Borkenkäferbefall an Eichen. Über drei Versuchsjahre hinweg wurden verschiedene Behandlungsstrategien auf einem Versuchsfeld in Nettetal an Eichen, Linden und Felsenbirnen untersucht. Die regelmäßigen Bonituren zeigten, dass die grüne Strategie bei Quercus und Amelanchier über drei Versuchsjahre hinweg eine mit der chemischen Standardstrategie vergleichbare Wirkung gegen Echten Mehltau erzielte. Zudem lieferten auch alternative Behandlungsansätze auf Aminosäurebasis vielversprechende Ergebnisse. Bei Tilia führte der Einsatz der untersuchten Strategien ebenfalls zu einer Verringerung des Blattfleckenbefalls.
Im Borkenkäferversuch wurde deutlich, dass vitale Bäume deutlich weniger anfällig für einen Befall sind. Die Förderung der Baumvitalität stellt somit einen wichtigen Ansatz für nachhaltigen Pflanzenschutz dar. Darüber hinaus konnten neue Erkenntnisse über den Lebenszyklus des Borkenkäfers gewonnen werden, die künftig eine genauere Prognose der Flugzeiten ermöglichen.

Das Versuchsfeld diente zugleich als Grundlage für das Projekt „Digital Talking Tree“. Hier wurden ausgewählte Bäume mit Sensoren ausgestattet, die unter anderem den Saftfluss, das Dickenwachstum sowie Bodenfeuchtigkeit, Bodentemperatur und den EC-Wert erfassen. Ergänzt wurden diese Daten durch eine Wetterstation, die Informationen zu Niederschlag, Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit liefert. Alle Daten wurden in einem System zusammengeführt und mit den Ergebnissen der Bonituren verknüpft. Auf dieser Grundlage entstand ein Prognosemodell, welches das Risiko eines Mehltaubefalls anhand der aufgenommenen Daten berechnet. Die Anwendung steht dem Gärtner in Form einer App zur Verfügung und kann Warnungen ausgeben und Empfehlungen für vorbeugende Maßnahmen bereitstellen. Perspektivisch soll das System um weitere Pflanzenkrankheiten erweitert werden.

Auch nach dem offiziellen Ende von Agropole Innovates werden die gewonnenen Erkenntnisse weiterverfolgt. Mit dem Projekt „AgriTech Innovation - TreeDigital“ wird die in „Digital Talking Tree“ entwickelte App seit März 2026 um ganz neue Komponenten erweitert. Die frühzeitige Erkennung verschiedener Krankheitsbilder mithilfe multispektraler Drohnenaufnahmen, ein darauf aufbauendes Prognosemodell mit Empfehlungen für Präventionsmaßnahmen sowie ein Sprachassistenzsystem zur Unterstützung der Anwenderinnen und Anwender.

 

v.l. Emma Beijers (Brightlands Campus Greenport Venlo), Marcel Claus (Gemeinde Venray), Lena Manten (Agrobusiness Niederrhein), Twan Claessens (Piglets Treatment System), Julia Exler (Brand Qualitätsfleisch), John van Helden (Yookr), Yvonne van der Velden (Brightlands Campus Greenport Venlo), Jörg Hoffmann (Baum&Bonheur), Dirk Unsenos (ISIS IC), Sabine Theobald (Baum&Bonheur), Florian Wichern (Hochschule Rhein-Waal), Karina Verbeek (Euregio Rhein-Maas-Nord), Anke Schirocki (Agrobusiness Niederrhein), Job Derks (Compas Agro), Timo Peraglie (ISIS IC), Niels Vissers (Yookr), Rajiv Mandal (Hochschule Rhein-Waal), Kirsten Hammans (Agrobusiness Niederrhein), Stefan Even (Compas Agro)

    

    

Finanzierung des Projekts Agropole Innovates
Das Projekt Agropole Innovates hat noch eine Laufzeit bis einschließlich August 2026 und wird neben den Eigenanteilen der Projektpartner im Rahmen des Interreg VI-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und mit 2,025 Mio. Euro durch die Europäische Union, das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW (MWIKE NRW), das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung (MB Niedersachsen), das niederländische Wirtschaftsministerium (EZK) sowie die Provinz Limburg mitfinanziert.

 

Agropole Innovates versterkt innovatiekracht en samenwerking in de grensregio

Duits-Nederlands innovatieproject voor de agrobusiness succesvol afgerond

Wat begon als een idee in 2021 groeide uit tot een grensoverstijgend samenwerkingsproject dat de agrobusiness in de Duits-Nederlandse grensregio een stevige impuls heeft gegeven. Met de afronding van Agropole Innovates komt een vier jaar durend project ten einde waarin innovatie, kennisdeling en netwerkvorming centraal stonden.
Het initiatief werd genomen door Agrobusiness Niederrhein, de gemeente Venray en Brightlands Campus Greenport Venlo. Deze organisaties zetten zich al jarenlang in voor een sterke en toekomstbestendige agrofoodsector. Met Agropole Innovates wilden zij innovaties versnellen door bedrijven, kennisinstellingen en overheden uit beide landen dichter bij elkaar te brengen en kennis en technologie grensoverstijgend uit te wisselen.
Naast de initiatiefnemers namen nog zeven partners deel aan het project. De uitvoering werd mogelijk gemaakt dankzij een investering van 2,025 miljoen euro vanuit het Interreg VI-programma Deutschland-Nederland. De financiering kwam van de Europese Unie, het Ministerie van Economische Zaken en Klimaat (EZK), de Provincie Limburg, het MWIKE NRW, de Niedersächsische Staatskanzlei en de projectpartners.
Tussen september 2022 en augustus 2026 werkten de partners intensief samen aan een breed scala aan activiteiten. Er werden netwerkbijeenkomsten georganiseerd rond actuele thema's binnen de sector, waarmee kennisuitwisseling en nieuwe samenwerkingen werden gestimuleerd. Ook werd ingezet op het aantrekken van jong talent en het versterken van de zichtbaarheid van de sector. Daarnaast vormden vier Duits-Nederlandse innovatieprojecten de kern van Agropole Innovates.

Slimmere datastromen voor de varkenshouderij
Binnen het innovatieproject Pig Data ontwikkelden Piglets Treatment System BV en Brand Qualitätsfleisch een digitaal systeem waarmee gegevens van individuele vleesvarkens gedurende de gehele keten, van geboorte tot slachthuis, worden vastgelegd en gekoppeld. Gegevens over onder meer genetica, geboortegewicht, medicatie, voeding, transport en slacht worden automatisch verzameld en inzichtelijk gemaakt via een app.
Hierdoor ontstaat voor elk dier een compleet digitaal profiel. Dit biedt ondernemers betere inzichten voor besluitvorming, kan bijdragen aan kostenbesparing en efficiëntieverbetering en ondersteunt tegelijkertijd het dierenwelzijn. Tijdens het project zijn de belangrijkste functies van het systeem ontwikkeld en succesvol getest.

Nieuwe inzichten in de toepassing van frass
Het innovatieproject Benefits of Frass richtte zich op de mogelijkheden van insectenmest, ook wel frass genoemd, als meststof en bodemverbeteraar. Hochschule Rhein-Waal voerde diverse onderzoeken en praktijkproeven uit, terwijl Brightlands Campus Greenport Venlo zorgde voor de verbinding met insectenkwekers in de regio en de beschikbaarheid van geschikte monsters.
Uit het onderzoek bleek dat de eigenschappen van frass sterk afhangen van zowel de insectensoort als het voer. Hierdoor verschillen de voedingswaarden aanzienlijk. Vooral het positieve effect op het waterbergend vermogen van de bodem kwam duidelijk naar voren. Tegelijkertijd kwam uit het onderzoek naar voren dat een te hoge dosering negatieve gevolgen voor planten kan hebben. Ook blijken huidige wet- en regelgeving en hygiënevoorschriften nog uitdagingen te vormen voor een brede marktintroductie.

Duurzame gewasbescherming voor bomen
In het innovatieproject Pro Healthy Tree werkten Baum & Bonheur en Compas Agro aan duurzamere alternatieven voor conventionele gewasbescherming en aan oplossingen tegen schorskeverplagen bij bomen. Gedurende drie jaar werden verschillende behandelingsstrategieën getest op eiken, linden en krentenboompjes. De resultaten laten zien dat groene behandelingsmethoden bij sommige boomsoorten vergelijkbare resultaten kunnen behalen als traditionele chemische middelen bij de bestrijding van echte meeldauw. Ook behandelingen op basis van aminozuren lieten veelbelovende effecten zien.
Daarnaast bevestigde het onderzoek naar schorskevers dat gezonde, vitale bomen aanzienlijk minder gevoelig zijn voor aantasting. Het versterken van boomvitaliteit blijkt daarmee een belangrijke pijler voor duurzame gewasbescherming. Bovendien leverde het project nieuwe kennis op over de levenscyclus van de schorskever, wat toekomstige voorspellingen van vliegtijden kan verbeteren.

Bomen die zelf vertellen wat ze nodig hebben
Het proefveld van Pro Healthy Tree vormde tegelijkertijd de basis voor het innovatieproject Digital Talking Tree. Hierbij werden bomen uitgerust met sensoren die continu gegevens verzamelen over onder meer sapstroom, groeiontwikkeling, bodemvocht, bodemtemperatuur en voedingsstoffen in de bodem. Deze gegevens werden gecombineerd met informatie uit een weerstation.
Door alle data samen te brengen in één systeem ontstond een prognosemodel dat het risico op meeldauw kan voorspellen. De ontwikkelde app ondersteunt telers met waarschuwingen en praktische aanbevelingen voor preventieve maatregelen. In de toekomst wordt het systeem verder uitgebreid, zodat ook andere plantenziekten kunnen worden voorspeld.

Doorbouwen op de resultaten
Met het officiële einde van Agropole Innovates stopt de ontwikkeling niet. Verschillende resultaten worden inmiddels verder uitgebouwd in nieuwe initiatieven. Zo wordt binnen het project AgriTech Innovation – TreeDigital de in Digital Talking Tree ontwikkelde technologie sinds maart 2026 verder doorontwikkeld. Nieuwe toepassingen richten zich onder meer op de vroegtijdige herkenning van plantenziekten met behulp van multispectrale dronebeelden, geavanceerde prognosemodellen voor preventieve maatregelen en een spraakassistent die gebruikers ondersteunt bij het nemen van beslissingen in de dagelijkse praktijk.
De impact van Agropole Innovates is daarmee ook na afloop van het project zichtbaar: in nieuwe technologieën, sterkere grensoverstijgende netwerken en praktische innovaties die bijdragen aan een duurzamere en toekomstbestendige agrobusiness in de regio.

 

Het project Agropole Innovates
Het project wordt uitgevoerd in het kader van het Interreg VI-programma Deutschland-Nederland en met 2,025 miljoen euro medegefinancierd door de Europese Unie, het Ministerie van Economische Zaken, de Provincie Limburg en de Duitse ministeries MWIKE NRW en MB Niedersachsen.