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Ali Cenap Gümüscoglu, stellv. Geschäftsführer, Marcus Trappe, stellv. Werksleiter und Marko Giesen, Serviceleiter von Kässbohrer zeigen Dr. Anke Schirocki, von Agrobusiness Niederrhein e.V. (zweite von links) die Produktionshallen von Kässbohrer in Goch.
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Unternehmen aus der Grenzregion stellen sich vor

Kässbohrer

Neues Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein e.V.

Den Namen Kässbohrer hat wahrscheinlich schon jeder mal gelesen, „Aber wo war das noch?“ werden sich viele fragen. Die Antwort ist: auf der Autobahn, denn Kässbohrer stellt Auflieger her und damit ist der Name am hinteren Ende vieler LKW zu finden.

Auflieger sind Anhänger, die einen Teil ihres Gewichts auf die Achse einer Sattelzugmaschine verlagern. Bei Kässbohrer werden die Teile dafür in der Türkei gefertigt, kommen per Schiff nach Italien und werden dann auf dem Landweg bis nach Goch am Niederrhein transportiert. Hier hat Kässbohrer zwei Fertigungslinien, auf denen die Einzelteile zu einem vollständigen Auflieger zusammengesetzt und an die Kunden ausgeliefert werden.

Neben den Fertigungsstraßen verfügt Kässbohrer in Goch über eine gut ausgerüstete Werkstatt für Nutzfahrzeuge. „Alles was auf der Straße fährt, muss auch repariert werden“, sagt Marcus Trappe, stellvertretender Werksleiter, bei einem Besuch von Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein e.V. „Aus diesem Grund haben wir hier eine Werkstatt für Großfahrzeuge“, fügt er hinzu. In Goch werden die unterschiedlichsten Fahrzeugtypen wieder instandgesetzt. Dazu gehört schon mal ein Müll- und manchmal sogar ein Kirmeswagen.

Und natürlich sind da auch viele Fahrzeuge aus der Landwirtschaft dabei, denn die Produkte der Landwirtschaft und des Gartenbaues müssen ebenfalls transportiert werden. „Bei der großen Bedeutung der Agrobusiness Branche am Niederrhein ist es kein Wunder, dass diese Fahrzeuge zu uns in die Werkstatt kommen“, sagt Trappe. Aus diesem Grund sieht sich Kässbohrer auch als Teil der Agrobusiness Branche und ist Mitglied im Netzwerk Agrobusiness Niederrhein e.V. geworden. „Wir gehören zur Branche und zur Region und durch das Netzwerk möchten wir unsere regionale Präsenz stärken.“ Dr. Schirocki begrüßt diese Mitgliedschaft, „denn damit wird die Wertschöpfungskette Gartenbau- und Landwirtschaft noch besser im Netzwerk repräsentiert und die Mitglieder profitieren von einem noch vielfältigeren Austausch“, sagt sie.

Kässbohrer sieht auch im Ausbau des Netzwerks mit den Niederlanden Entwicklungspotential für die Branche. Im INTERREG Projekt Agropole, in dem Agrobusiness Niederrhein e.V. tätig ist, werden deutsche und niederländische Unternehmen in den fachlichen Austausch gebracht. „Wir arbeiten ebenfalls mit den Niederlanden zusammen“, erklärt Trappe, „und haben dort viele Kunden. Kürzlich wurde ein niederländisches Unternehmen mit viel Erfahrung im Blumen- und Pflanzentransport in unsere Unternehmensgruppe mit aufgenommen“.

Bei dem Besuch wurde Dr. Schirocki die 50 Meter lange Lackierstraße vorgestellt. „Das ist etwas Besonderes“, sagt Marko Giesen, Serviceleiter bei Kässbohrer, „sie ist so lang, dass wir hier sogar einen Gelenkbus lackieren können“, erklärt er. Ein Auflieger war gerade fertig und die Abdeckung wurde entfernt. „Das Lackieren mit unterschiedlichen Farben ist hier genauso aufwendig wie das Streichen zu Hause“, erklärt Giesen, „die Lackierung ist nur so gut, wie akkurat abgeklebt wird“. In der Halle war auch ein Auflieger mit historischem Wert aufgestellt. „Mit viel Liebe und der Bereitschaft zu investieren kommen Liebhaber zu uns und lassen sich ihre alten Nutzfahrzeuge wieder in Schuss bringen“, erläutert Giesen und hebt damit hervor, wie vielfältig die Werkstatt in Goch aufgestellt ist.

Dr. Schirocki fand den Betriebsbesuch sehr spannend und ist sich sicher, dass viele Mitglieder des Vereins das so sehen. Somit wurde bereits verabredet, die Vereinsmitglieder zu einem Betriebsbesuch nach Goch einzuladen.

Weitere Infos zu Kässbohrer finden Sie unter https://www.kaessbohrer.com/.