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Unternehmen aus der Grenzregion stellen sich vor

Mprise Agriware

Die Gartenbau-Software Mprise Agriware ist nun in deutscher Sprachversion verfügbar. Anfang 2019 hat Mprise Agriware Gartenbau-Ingenieur Marek Thielemann ins Team geholt, um den Weg auf den deutschsprachigen Markt zu begleiten.

"Ich freue mich sehr, dass unsere Unternehmenssoftware für Gärtner in einer deutschen Sprachversion erschienen ist. Das war ein wichtiger erster Schritt," so Marek Thielemann im Gespräch mit Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein.

"Die Zusammenarbeit mit Agrobusiness Niederrhein e.V. ist eine große Hilfe", sagt Marek Thielemann. "Für uns ist es sehr wichtig, die Anforderungen der Betriebe in Deutschland zu verstehen und passende Lösungen in Agriware anzubieten. Das Zusammenspiel mit wichtigen Absatzkanälen oder Zulieferern gehört dazu. Wir sind Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein e.V. geworden, weil der Verein ein breites Netzwerk in der Branche bietet", so Marek Thielemann. „Über die verschiedenen Veranstaltungen von Agrobusiness Niederrhein bekomme ich einen lebendigen und konkreten Einblick in die Branche und lerne Menschen aus der ganzen Wertschöpfungskette kennen.“

Mprise ist das erste niederländische Unternehmen, das Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein e.V. geworden ist. Unternehmen außerhalb der Region können als förderndes Mitglied im Netzwerk mitwirken. „Der Austausch mit niederländischen Akteuren ist uns wichtig, denn wir sind davon überzeugt, dass auch die deutschen Unternehmen davon profitieren“, erklärt Dr. Schirocki. Als Lead Partner des INTERREG-Projekts „Agropole“ engagiert sich Agrobusiness Niederrhein für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Akteuren aus dem Agrobusiness und unterstützt diese unter anderem durch Innovationsgutscheine. Aber auch die Mitwirkung in weiteren deutsch-niederländischen INTERREG-Projekten beweist, dass dem Verein viel am grenzüberschreitenden Austausch liegt und Potential und Mehrwert im Austausch mit niederländischen Unternehmen und Institutionen sieht. Bei Innovationsprojekten im Gartenbau ist das Schlagwort "Digitalisierung" kaum noch wegzudenken und Unternehmenssoftware ist auf der Betriebsebene eine wichtige Säule für die zukünftige Entwicklung.

Das Angebot an deutschsprachiger Gartenbausoftware ist überschaubar und meist auf eine einzelne Fachrichtung ausgerichtet. "Unser Geschäftsführer Joop de Jong verfolgt mit Mprise Agriware seit 2006 einen anderen Ansatz. Mprise Agriware soll führende Standard-Branchensoftware im Gartenbau werden," beschreibt Marek Thielemann die Ausrichtung des Unternehmens.

Als Basis für Mprise Agriware nutzt das Unternehmen die ERP-Software Dynamics 365 Business Central von Microsoft. Diese Plattform richtet sich an mittelständische Unternehmen und bietet alle Grundlagen für ein modernes Arbeiten in Produktion, Vermarktung sowie Buchhaltung und Verwaltung.

"Mprise Agriware liefert zu dieser Plattform eine umfangreiche Erweiterung für die Gartenbaubranche", so Thielemann. "Unsere Software unterstützt alle Prozesse rund um die gärtnerische Produktion und Vermarktung. Wir können Agriware sehr flexibel einrichten, um den verschiedenen Bedürfnisse der Betriebe und Fachrichtungen gerecht zu werden." Mprise Agriware bringt mehrmals pro Jahr Software-Updates, die neue Funktionen der Microsoft-Plattform integrieren und Verbesserungen der gartenbauspezifischen Funktionen von Agriware ausrollen.

Der Gartenbau in Deutschland hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten spürbar verändert. Die Betriebe sind weiter gewachsen, Maschinen unterstützen die Mitarbeiter immer besser bei der Arbeit und die Klimasteuerung im Gewächshaus wird immer präziser. Auch neue Technologien, wie die Nutzung bildgebender Verfahren, finden ihren Weg in den Gartenbau. Deshalb legt Mprise Agriware großen Wert darauf, die eigene Software fortlaufend weiterzuentwickeln. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Wageningen und in Projekten mit Gartenbau-Unternehmen hilft Mprise Agriware, die neue Technik bis in die Betriebe zu bringen.

„In einem modern ausgestatteten Gartenbaubetrieb, fallen heute große Mengen an Daten an," beschreibt Marek Thielemann die Situation. "Doch es ist noch längst nicht gängige Praxis, dass relevante Daten, die von Maschinen oder Mitarbeitern während der Produktion festgehalten werden, auch unmittelbar für alle Mitarbeiter verfügbar sind. Eine wesentliche Stärke von Unternehmenssoftware ist es, die zentralen Geschäftsprozesse abzubilden und die Informationsströme zu strukturieren. Die Mitarbeiter arbeiten in einem System und nutzen den gleichen aktuellen Datenbestand," fasst Marek Thielemann zusammen. "Doch letztendlich können nur die Menschen, die in einem Unternehmen zusammenarbeiten, die Zukunft gestalten und Veränderungen umsetzen. Moderne Software erweitert die Möglichkeiten und hilft neue Strukturen und Abläufe zu etablieren." 

Aktuell arbeitet Mprise Agriware gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von niederländischen Baumschulen daran, den Funktionsumfang für diesen Fachbereich gezielt zu erweitern. In der Arbeitsgruppe wird zunächst untersucht, welche spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen von Baumschulen in Agriware noch fehlen oder verbessert werden sollen. Dr. Schirocki kann sich vorstellen, dass Mprise Agriware in Zukunft auch zusammen mit Universitäten vom Niederrhein oder niederrheinischen Unternehmen forscht. „Unsere Aufgabe ist es, Partner für innovative Projekte zusammenzubringen“, fügt sie hinzu.